Darm-Zentrum, Koloproktologisches Zentrum

Was ist Kolo-Proktologie?

Koloproktologie ist die Lehre von den Erkrankungen des Dickdarmes vom Beginn an der Einmündungsstelle des Dünndarmes bis hin zum Darmausgang einschließlich der Haut um den After und der umgebenden Gebilde des Beckens, der Muskulatur, Nerven und Blutgefäße.

In unserem Zentrum behandeln wir alle diesbezüglichen Krankheitsbilder mit Schwerpunkt der bösartigen Tumoren und der minimal invasiven Verfahren am Mastdarm.
Wir führen an der AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL pro Jahr mehr als 350 Operationen am Darm durch. Wir führen eine Zertifizierung der DGAV (Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie) und CACP (Chirurgische Arbeitsgemeinschaft für Kolo-Proktologie) durch. 
Es wird die aktuell modernste Medizintechnik eingesetzt. Ein aktiv betriebener Wissens-Transfer mit Forschung und Lehre sorgt für optimale Ergebnisse für den Patienten.

Wir setzen modernste Medizintechnik ein:

  • Ultraschalldiagnostik durch den After
  • Ultraschallskalpell
  • Hochfrequenzversiegelung von Blutgefäßen
  • Intraoperativer Schnellschnitt
  • Gewebeklebung
  • Minimal invasive Instrumente und Optiken
  • Operationen durch den After

Gutartige und bösartige Erkrankungen am Darmtrakt sind häufig. Die bösartigen Veränderungen und ein Teil der gutartigen Erkrankungen erfordern eine Operation. Meistens muss dabei ein Stück vom Darm entfernt werden. In manchen Fällen ist ein vorübergehender oder dauerhafter künstlicher Darmausgang erforderlich. Alle Operationen am Darmtrakt, einschließlich der Notfall-Eingriffe, z. B. bei durchgebrochener Entzündung oder Darmverschluss, werden von uns durchgeführt. Ein Teil der Eingriffe ist in minimal-invasiver Technik möglich. Gemeinsam mit der Abteilung für Gastroenterologie sind wir Mitglied im Tumornetz Darmkrebs Nordhessen (TDN).

Der Mastdarm (Rektum)
Der Mastdarm ist der letzte Abschnitt des Dickdarmes und sehr häufig von gutartigen (benignen) aber auch bösartigen (malignen) Tumoren befallen. 
Lokale Behandlung von Tumoren: In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Innere Medizin wird die flexible Entfernung durch das Koloskop vorgenommen oder, je nach Stadium, die Entfernung durch den After. Das hat den Vorteil, dass dem Patienten eine große Bauchschnittoperation erspart bleibt. 

Radikale Therapie bei größeren Tumoren: Bei größeren Tumoren wird heute die Vortherapie (Strahlen- und Chemotherapie empfohlen) und dann die radikale Operation. Hierzu stehen alle modernen Techniken (Schließmuskelerhalt, Reservoirbildung, Nervenschonung und minimal-invasive Operationen) zur Verfügung). Die Chirurgie des Darmes mit Schlüssellochtechnik gehört mit zu unseren Behandlungskonzepten. Der Vorteil für die Patienten geht weit über den kosmetischen Aspekt hinaus. Kürzere Verweilzeit in der Klinik, weniger Schmerzen, zügiges Aufstehen kennzeichnen dieses moderne Verfahren.

Anale Inkontinenz (Schließmuskelschwäche)
Die Störung des Afterschließmuskels und alle damit verbundenen Unannehmlichkeiten sind immer noch ein tabuisiertes Thema und die Betroffenen mit diesem Problem meist allein. Für diese Probleme gibt es aber Therapiemöglichkeiten. Sie reichen von Trainingsmethoden des Beckenbodens und Elektrostimulation via Aftersonde bis hin zu operativen Verfahren wie der Implantation eines künstlichen Afterschließmuskels.

Ein sehr wirksames und wenig invasives Verfahren stellt die Stimulation der Schließmuskelnerven durch einen sogenannten Nervenstimulator (Schrittmacher) dar. Alle Verfahren sind in unserer Klinik möglich. Eine entsprechende Diagnostik geht aber voraus.

 

 

Kontakt

AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL
Diakonissen-Krankenhaus
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Sekretariat
Frau Monika Ollhoff

Herkulesstr. 34
34119 Kassel
T (0561) 1002 - 1810
F (0561) 1002 - 1805
allgemeinchirurgiethis is not part of the email@ NOSPAMdiako-kassel.de

 

Ihre Ansprechpartner

Prof. Dr. med. H. Bernd Reith

Prof. Dr. med. H. Bernd Reith

Chefarzt

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie