Chirurgie der hirnversorgenden Arterien
Im Jahr 1945 trafen sich die Staatsmänner Churchill, Roosevelt und Stalin zu der Konferenz von Jalta. Dabei wurde über das Schicksal von Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg entschieden, wobei Stalin sich vor allem deshalb durchsetzen konnte, da die beiden anderen Staatsmänner nicht mehr völlig gesund waren: Roosevelt hatte kurz vorher einen Schlaganfall erlitten mit einer Lähmung der rechten Körperseite. Einen Hinweis darauf gibt das Bild, man sieht, daß Roosevelt den rechten Arm auf seinem Bein liegen hat. Churchill, der ein starker Raucher war, hatte zum Zeitpunkt der Konferenz ebenfalls mehrere kleine Schlaganfälle hinter sich.
Die Ironie des Schicksals: Stalin, der Gewinner der Konferenz, starb später an einer Hirnblutung.
Es gibt zwei wesentliche Ursachen für einen Schlaganfall. In 80 % aller Fälle liegt eine Durchblutungsminderung vor; das Gehirn wird mit zu wenig Blut, d. h. mit zu wenig Energie versorgt. Im anderen Fall, der lediglich bei etwa 20 % der Schlaganfälle auftritt, platzt ein kleines Gefäß im Gehirn, es kommt zu einer Hirnblutung. Die überwiegende Mehrzahl der Hirndurchblutungsstörungen werden dabei durch Einengungen der inneren Halsschlagader, der Arteria carotis interna hervorgerufen.
Warnzeichen (Vorboten) eines Schlaganfalls bezeichnet der Mediziner als sogenannte TIAs (transitorische ischämische Attacken). Es sind vorübergehende Durchblutungsstörungen des Gehirns (ähnlich wie beim Herzen, das bei vorübergehenden Durchblutungsstörungen mit Herzschmerzen, der sogenannten Angina pectoris, reagiert). Der Unterschied ist allerdings, dass bei Durchblutungsstörungen des Gehirns keine Schmerzen auftreten. Die geschädigten Gehirnzellen reagieren mit vorübergehenden Funktionsausfällen. Diese können mitunter nur Sekunden oder Minuten dauern und bilden sich vollständig zurück. Deshalb ist die Beachtung dieser Alarmzeichen außerordentlich wichtig.