Diakonie-Kliniken Kassel

 

Pressearchiv 2009



 

Zufriedene Patienten in Kassel: Diakonie-Kliniken und Elisabeth-Krankenhaus erhalten Qualitätssiegel

Kassel, 15. Dezember 2009. Die Diakonie-Kliniken und das Elisabeth-Krankenhaus in Kassel gehören bei den Patienten zu den beliebtesten Kliniken Deutschlands. Das hat eine aktuelle Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse (TK) ergeben. Deshalb wurden beide Häuser am Dienstag mit dem Qualitätssiegel der TK ausgezeichnet. Damit würdigt die TK die im Bundesvergleich überdurchschnittlich guten Ergebnisse dieser Kliniken.

Beide Krankenhäuser punkteten in allen fünf Qualitätsdimensionen:
Allgemeine Zufriedenheit, Behandlungsergebnis, medizinisch-pflegerische Versorgung, Information/Kommunikation und Organisation/Unterbringung.

Patienten der Diakonie-Kliniken sind besonders zufrieden mit der guten Organisation der Aufnahme und den kurzen Wartezeiten. Als Stärke des Krankenhauses schätzten die Befragten vor allem die Zeit, die sich die Ärzte für sie nahmen. Zudem erklärten die Ärzte ihren Patienten alle Fragen auf eine gut verständliche Weise. Darüber hinaus fühlten sich die Befragten hervorragend über die Narkose aufgeklärt.

Besonders zufrieden sind die befragten Patienten des Elisabeth-Krankenhauses mit der guten Information der Ärzte über die Erkrankung der Patienten. Auch wurde der gute Informationsaustausch zwischen Ärzten und Pflegekräften positiv bewertet. Sehr zufrieden waren die Befragten zudem mit dem Essen und der Sauberkeit im Elisabeth-Krankenhaus. Außerdem konnte das Haus mit kurzen Wartezeiten punkten.
"Mit den Ergebnissen der TK-Patientenbefragung 2008 möchten wir eine Entschei-dungshilfe bei der Suche nach dem individuell am besten geeigneten Krankenhaus bieten. Schließlich entscheidet über die Qualität eines Hauses nicht allein die apparative Ausstattung, das medizinische Leistungsspektrum und die Qualifikation der Mitarbeiter, sondern auch die subjektiv vom Patienten empfundene Qualität der medizinischen Versorgung", so Stefan Burst, Leiter der TK-Kundenberatung in Kassel.

Hessenweit hat die TK rund 13.000 Patienten zur Zufriedenheit mit ihrer Kranken-hausbehandlung befragt. 16 der insgesamt 49 Kliniken im Land, die in die Auswertung einbezogen wurden, sind von den Patienten im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich gut bewertet worden.

Die Ergebnisse der Patientenbefragung 2008 sind auf der Internetseite www.tk-online.de/klinikfuehrer abrufbar. Zudem hat die TK für ihren
"Klinikführer" Informationen aus den strukturierten Qualitätsberichten ausgewertet, die die Krankenhäuser alle zwei Jahre veröffentlichen, und diese Daten für Laien verständlich übersetzt. Damit können sich die Versicherten aus verschiedenen Perspektiven einen Überblick über die Leistungen der Krankenhäuser verschaffen und werden bei der Wahl eines geeigneten Krankenhauses unterstützt.

Insgesamt hat die TK bundesweit die empfundene Behandlungsqualität in über 670 Krankenhäusern erhoben. Für 624 Häuser konnten rund 147.000 Fragebögen ausgewertet und damit repräsentative Ergebnisse erzielt werden, darunter auch detail-lierte Ergebnisse für rund 1.600 Fachabteilungen in diesen Häusern. Neben den Beurteilungen der Patienten sind im Klinikführer auch bis zu fünf besondere Stärken eines Krankenhauses ausgewiesen.
 

Traditionelle Adventsmusik im Mutterhaus

Diakonissen in Kassel laden zu einem Konzert in ihre Kirche

„Lasst uns gehen nach Bethlehem“ ist das Konzert überschrieben, das in der Mutterhauskirche des Kurhessischen Diakonissenhauses am

Donnerstag, den 17. Dezember 2009, 18.30 Uhr
Mutterhauskirche Kassel
Goethestrasse 85
34119 Kassel


stattfindet und mit Musik zur Advents- und Weihnachtszeit die letzten Tage vor Weihnachten einläutet. Es musiziert der Flöten- und Instrumentalkreis unter Leitung der Diakonisse und langjährigen Oberin Sr. Helga Mantels sowie der Chor des Diakonissenmutterhauses Kassel. Die Liturgie übernimmt Pfarrer Karl Leonhäuser, Vorsteher des Kurhessischen Diakonissenhauses. Die Gesamtleitung liegt in den Händen von Kantor Martin Wenning, der auch auf der Orgel spielt.

Das Konzert ist Auftakt für eine Reihe kultureller Veranstaltungen und Gottesdienste in den kommenden drei Wochen. Der Hr4-Rundfunk-Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag wird live aus der Mutterhauskirche übertragen. Das neue Jahr beginnt dann ebenfalls für die Hörer der Deutschen Welle und des Deutschlandfunks in Kassel: Der Neujahrsgottesdienst wird im DLF live am 1.1.2010 ab 10.05 Uhr übertragen. Den guten „Draht“ zum Radio bringt der Rundfunkbeauftragte der EKKW, Pfarrer Michael Becker, mit, der einen Predigtauftrag in der Mutterhauskirche hat.

Zur Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel gehören das Alten- und Pflegeheim „Haus Salem“ in Kassel und das „Marie-Behre-Altenhilfezentrum“ in Baunatal-Guntershausen. Des Weiteren ist die Stiftung Trägerin des Kinder- und Jugendheims Kleiner Holzweg und zweier Tageseinrichtungen für Kinder. Das Mutterhaus ist geistliche Heimat von 50 Schwestern. In der Komplexeinrichtung arbeiten rund 1000 Menschen haupt- oder ehrenamtlich. Größter Arbeitsbereich sind die Diakonie-Kliniken Kassel mit rund 800 Mitarbeitern und etwa 22 000 Patienten im Jahr. Die Stiftung feierte in diesem Jahr ihr 145-jähriges Bestehen.

 

Diakonie-Kliniken als „Gesunder Betrieb Nordhessen“ ausgezeichnet

Erste unter den Krankenhäusern – Dritte bei den Großunternehmen

Als Beste beim Thema Gesundheitsvorsorge schnitten die Diakonie-Kliniken Kassel beim Wettbewerb „Gesunde Betriebe Nordhessen“ bei den medizinischen Einrichtungen in der Kategorie Großunternehmen ab. Cornelia Reissner, Pflegedirektorin des Diakonissen- und des Burgfeld-Krankenhauses, nahm am 2. Oktober 2009 den dritten Preis nach der HEWI GmbH und Hübner GmbH entgegen. Zehn Unternehmen hatten sich um die Auszeichnung beworben, darunter namhafte, börsennotierte Unternehmen. „Dass wir eine Chance hatten, bei so großen und renommierten Unternehmen vorne mitzuspielen, ermutigt uns, auf diesem Weg weiterzumachen,“ freut sie sich über den dritten Platz.

Die Kliniken hatten bei dem Wettbewerb ihr Konzept zur Betrieblichen Wiedereingliederung und Suchtprävention am Arbeitsplatz eingereicht, um sich mit anderen Unternehmen in Sachen Salutogenese zu messen: „Wir wollten wissen, wie gut unsere Wiedereingliederungsbemühungen von Mitarbeitern, die mindestens 6 Wochen lang oder wiederholt erkrankt sind. Zu unseren Unternehmenszielen gehört, Krankheiten am Arbeitsplatz vorzubeugen, Gesundheitspotenziale zu stärken und das Wohlbefinden zu verbessern“, sagt Reissner. Nach dem Konzept der Salutogenese, das in den 70er Jahren entstand, wird Gesundheit oder „Gesundwerdung“ als Prozess verstanden. „Gesunde, motivierte und gut ausgebildete Mitarbeiter sind für unsere Einrichtung wichtig: Sie sind Bedingung dafür, in einem von Hilfe geprägten Umfeld unsere Patienten weiterhin von unserer Qualität zu überzeugen und erfolgreich zu bleiben“, betont Prokurist Jens Wehmeyer.

Die Auswertung der Ausfallzeiten durch erkrankte Mitarbeiter in den Diakonie-Kliniken Kassel zeigt, dass hier die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schnitt seltener erkrankt ausfallen als sonstige Arbeitnehmer in Deutschland. Hervorgegangen war der Entwicklung des Wiedereingliederungsmanagements die Beobachtung, dass es keine einheitlichen Regelungen gab, um Mitarbeiter, die häufig erkrankt waren oder einen längeren krankheitsbedingten Ausfall hatten, wieder in das Berufsleben zu integrieren. Es galt, darauf hinzuwirken, zukünftige Ausfälle zu vermeiden. Ebenso war die betriebliche Suchtprävention für alkoholabhängige und durch Suchtmittel wie Medikamente gefährdete Beschäftigte nicht abschließend strukturiert. Daher erarbeitete bereits 2007 eine interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend besetzte Arbeitsgruppe unter Mitwirkung der Mitarbeitervertretung das Betriebliche Wiedereingliederungsmanagement in seiner jetzigen Form. Hieraus entstand zum Beispiel das „rauchfreie Krankenhaus“. Mit diesem vereinheitlichten und verbindlichen Konzept waren die Diakonie-Kliniken an den Start gegangen.


Fotohinweis:
Freuen sich über die Auszeichnung als „Gesunder Betrieb Nordhessen“: Karl-Georg Dittmar, Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken Kassel, Ärztlicher Direktor Heinz-Jürgen Harhoff, Prokurist Jens Wehmeyer und Pflegedirektorin Cornelia Reissner (v.l.n.r.) Foto: Diakonie-Kliniken Kassel/nh
 

 

Jetzt ist die Band voll!

Glückliche Eltern ihres vierten Jungen sind Kathrin Vogler und Ralf Günther geworden. Das Besondere: Alle vier Buben sind im Diakonissen-Krankenhaus auf die Welt gekommen, alle vier kamen per Kaiserschnitt auf die Welt, so auch das Nesthäkchen Lajos am 16. September 2009. Um 9.11 erblickte er das Licht der Welt, für seine Mutter besonders schmerzarm wegen einer Peridural-Anästhesie. Deren langsame und stetige Wirkung half, dass die vierfache Mutter bald aufstehen und sich über eine Schmerzpumpe den Wirkstoff selbst verabreichen konnte – und damit konnte Sie wieder ganz für ihre „großen“ Jungens Janek, Silas und Ennio da sein. Chefarzt der Anästhesie Dr. Andreas Fiehn ist stolz auf die Leistung von Mutter und Kind und nicht zuletzt auf die seines Teams: „Wir freuen uns, dass Frau Vogler auch den vierten Kaiserschnitt so gut überstanden hat – und Lajos auch. Das ist absolut ungewöhnlich und kommt auch im Diako höchstens einmal im Jahr vor. Da hat sich die Medizin deutlich weiterentwickelt: Früher hätte man bereits nach dem zweiten Kaiserschnitt abgeraten, weitere Kinder zu bekommen – und heute kann man eine Band gründen!“

Bildzeile: Silas Vogler (6), Vater Ralf Günther mit Lajos, Ennio Vogler (2), die frischgebackene Mutter Kathrin Vogler, Chefarzt der Anästhesie an den Diakonie-Kliniken Kassel, Dr. Andreas Fiehn, und Janek Vogler im Familienzimmer im Diakonissen-Krankenhaus, kurz vor Aufbruch nach Hause. Foto: (Diakonie-Kliniken/nh)

 

 

Blutspenden im Diako: 33 spendeten zum ersten Mal überhaupt

Am Dienstag, den 22. September 2009, hatten die Diakonie-Kliniken Kassel eingeladen, sich wie jeden Herbst seit sieben Jahren zur Ader zu lassen.

Durch Blut spenden Menschen helfen, das dachte sich auch der Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken Karl-Georg Dittmar: Er ging mit gutem Beispiel voran und ließ sich gleich als erstes „anzapfen“. Auch Prokurist Jens Wehmeyer und zwei Klassen der Krankenpflege-Schule CBG (Christliches Bildungsinstitut für Pflegeberufe) spendeten Blut. Jeder gesunde Mensch vom 18. bis zu dem 68. Lebensjahr konnte mitmachen und so anderen helfen: Insgesamt zählte der Blutspendedienst Hessen des Roten Kreuzes 105 Spender – davon allein 33 Erstspender. Damit spendeten rund zwei Drittel mehr Menschen im Diakonissen-Krankenhaus als im vergangenen Jahr. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, freut sich auch Pflegedirektorin Cornelia Reissner, die ebenfalls spenden ging. Für das leibliche Wohl sorgte die Krankenhaus-Küche, die vor der Cafeteria im Neubau Getränke und belegte Brötchen anbot.

Als Dankeschön erhielt jeder Spender eine Freikarte für die Kurhessen-Therme in Kassel.

Bildzeile: Laborant Peter Spanier vom Blutspendedienst Hessen untersucht die Krankenpflegeschülerin der CBG Nicole Weinreich vor dem Blutspenden.
 
 
Karl-Georg Dittmar (l.), Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken Kassel, kam als einer der ersten Blutspender vorbei, und fand sich gleich im Kreis von Kollegen im Diakonissen-Krankenhaus, MAV-Vorsitzende Bärbel Kranz, Anästhesie-Pfleger Holger Kleinhans (v. l. n. r.) und Ilona Hahn, stellvertretende Leiterin der Hauswirtschaft (liegend). Karin Heckrodt (r.) vom Blutspendedienst Hessen ließ zur Ader. Foto: Diakonie-Kliniken/nh)
 

 

Hoher Besuch aus Berlin am Diako

„Hohen“ Besuch konnte das Diako am Dienstag, den 15. September, im Kreisssaal empfangen: Oberarzt Dr. Thiessen hatte den Besuch des Aussiedlerbeauftragten der CDU Deutschlands, Jochen-Konrad Fromme, Mitglied des Bundestages, gemeinsam mit dem örtlichen Bundestagsabgeordneten Dr. Jürgen Gehb organisiert. Schwerpunktmässig wollten sie sich nicht nur über die Geburtshilfe an den Diakonie-Kliniken informieren, sondern sie machten sich in einem Hintergrund-Gespräch mit Pfarrer Karl Leonhäuser ein Bild über "Aussiedler im Gesundheitswesen“. Beim Mittagessen streiften die interessierten Besucher aus Berlin und Kassel dann die Themen Aussiedler als Mitarbeitende in unseren Einrichtungen wie den Diakonie-Kliniken, in der Altenhilfe und der Jugendhilfe. Weiter wies Dr. Thiessen auf die Informationen für werdende Eltern inklusive Kreißsaalführung hin, die jeden zweiten Donnerstag im Monat in russischer Sprache um 19.30 Uhr stattfinden. Besonderen Anklang fand die Dolmetscherliste: 13 Kollegen und Kolleginnen sprechen polnisch; 26 Mitarbeitende russisch. Als Chance auch für Aussiedler fand die CBG Krankenpflegeschule besondere Beachtung. Schließlich betonte Leonhäuser, dass seit Jahren kirchliche Kontakte nach Jaroslawl/Russland z.B. in Sachen Kirchbau oder zur dortigen luth. Gemeinde bestünden und nach Kirgisien.

Höhepunkt war dann der offizielle Besichtigungstermin der Kreisssäle, und die Herren posierten gerne mit der leitenden Hebamme Sr. Erna Kunz-Meiri vor der Geburtswanne.

Oberarzt Dr. Johann Thiessen, Mdb Dr. Jürgen Gehb, der Aussiedlerbeauftragte der CDU Deutschlands, Jochen-Konrad Fromme, leitende Hebamme Sr. Erna Kunz-Meiri und Pfarrer Karl Leonhäuser (Foto: Bullien)
 

 
 

Dominika ist da!

Die Diakonie-Kliniken Kassel begrüßen das 500. Baby in diesem Jahr, das an der Herkulesstrasse geboren wurde: Dominika heißt die Kleine, ist 2820 Gramm schwer und 49 Zentimeter groß und wurde am 27. August um 11.49 Uhr als erstes Kind von Andreas und Tatjana Baum aus Kassel geboren – und für die Großmutter Nelli Sonnikov, mit der sie den Geburtstag teilt, ein ganz besonderes Geschenk zum Ehrentag.

Nach der Geburt erholt sich die 24-jährige Mutter noch in den Diakonie-Kliniken, denn Dominika kam nach 35 Minuten per Kaiserschnitt auf die Welt. Oberarzt Johann Thießen, der Dominika auf die Welt geholfen hat, ließ es sich dann auch nicht nehmen, persönlich die Glückwünsche und mit dem Verwaltungsdirektor des Kurhessischen Diakonissenhauses Jens Wehmeyer Blumen zu überbringen. „Wir sind auf einem guten Weg, dass in diesem Jahr 800 Kinder in den Diakonie-Kliniken das Licht der Welt erblicken“, freut sich Wehmeyer, „und haben damit unseren Platz unter den fünf größten Entbindungskliniken Nord- und Mittelhessens sicher.“


Foto: Tatjana Baum genießt die Zeit mit Dominika, die als 500. Baby in den Diakonie-Kliniken von Oberarzt Johann Thießen und Verwaltungsdirektor Jens Wehmeyer besonders begrüßt wurde – Oma Nelli Sonnikov unterstützt die junge Mutter und übt sich im „Oma-Sein“ (v.l.n.r.). Foto: Diakonie-Kliniken/nh


 

15 Jahre im Dienst am Menschen mit „Silbernem Kronenkreuz“ gewürdigt

Verwaltungsdirektor Jens Wehmeyer betonte gegenüber den „ausgezeichneten“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am 30. August während des Gottesdienstes in der Mutterhauskirche des Kurhessischen Diakonissenhauses, dass das Silberne Kronenkreuz der Diakonie ein Ausdruck des Dankes sei „für die Zeit, in der Sie Ihre Zeit, Ihr Können und Ihren Einsatz gezeigt haben“: „Sie ermöglichen es, dass Ihre Erfahrungen und Kenntnisse allen zu Gute kommt“, unterstrich Wehmeyer.

Die Gewürdigten heißen in alphabetischer Reihenfolge: Jette Adamietz, Elke Arend-Sonntag, Vera Bezjak, Peter Fischer, Edeltraud Groterjahn, Lothar Günther, Marc Hofmann, Rene Kerkmann, Maria Klima, Luise Koch, Veronika Köhler, Regina Kronibus, Ulrike Krümler, Renate Langosch, Hurya Mohamednur, Andrea Nikutta-Jordan, Angela Osterkamp, Thomas Penkazki, Sandra Schoss, Christine Schuster, Martin Schweitzer, Tanja Wolfram, Brigitta Siebert-Horvath und Petra Moll, Jochen Weißhaar und Ruth Wölk.

Zur Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel gehören das Alten- und Pflegeheim „Haus Salem“ in Kassel und das Marie-Behre-Altenhilfezentrum in Baunatal-Guntershausen mit Dauerpflege, Kurzzeitpflege, Tagespflege sowie Betreutem Wohnen. Des Weiteren ist die Stiftung Trägerin des Kinder- und Jugendheims „Kleiner Holzweg“ und zweier Tageseinrichtungen für Kinder. Das Mutterhaus ist geistliche Heimat von 50 Schwestern. In der Komplexeinrichtung arbeiten rund 1000 Menschen haupt- oder ehrenamtlich. Größter Arbeitsbereich sind die Diakonie-Kliniken Kassel mit rund 800 Mitarbeitern und etwa 22 000 Patienten im Jahr.
 

 
 

Krankenhaus ganz im Zeichen Italiens

Freunde und Förderer der Diakonie-Kliniken Kassel laden zum italienischen Abend mit Noel Quiroz-Sanchez und Dietlind Gersdorf

Der Verein der Freunde und Förderer der Diakonie-Kliniken wartet erneut mit einem kulturellen Höhepunkt im Vorderen Westen auf: Zusammen mit dem Tenor des Staatstheaters Noel Quiroz-Sanchez und der Pianistin Dietlind Gersdorf laden sie zu einem italienischen Abend im Atrium des Krankenhaus-Neubaus, Herkulesstrasse 34. Die Benefiz-Veranstaltung am Donnerstag, den 27. August, um 19.00 Uhr, steht ganz im Zeichen des „Stiefels“. Die beiden Künstler interpretieren musikalische Preziosen aus vier Jahrhunderten – angefangen bei der frühen italienischen Oper, hin zur neapolitanischen Oper bis zu dem berühmten Belcanto des Vincenzo Bellini. Die beiden Künstler leben und arbeiten seit mehr als 20 Jahren in Kassel.

Um das Konzert zu ermöglichen, stellt die Firma Doppelstein den Flügel zur Verfügung. Auch italienische Leckereien und Weine sollen zu kosten sein. Der Eintritt ist frei; die erbetenen Spenden sollen in die weitere Ausgestaltung des Nachbarschafts-Krankenhauses fließen und so Patienten, Mitarbeitern und Besuchern zu Gute kommen.

Der Verein der Freunde und Förderer wurde 2004 gegründet. Inzwischen engagieren sich mehr als 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ehemalige Patientinnen und Patienten oder deren Angehörige und andere sozial eingestellte Bürger für die Idee, dem Krankenhaus über das normale Maß hinaus Gutes angedeihen zu lassen. Dazu gehört unter anderem die künstlerische Ausgestaltung des Neubaus, aber auch Anschaffungen wie Bilder für die Patientenzimmer, um den Aufenthalt für die anvertrauten Menschen und die Arbeit für die Mitarbeiterschaft noch schöner zu machen. So wurden zum Beispiel die Neubau-Balkone vom Förderverein modern und ansprechend möbliert, um Patienten zum Verweilen im „Klinik-Balkonien“ einzuladen.

Programm:

Per La Gloria D´ádorarvi G. B. Bononcini (1672-1750)
O Del Mio Dolce Ardor Christoph Willibald von Glück (1714-1787)
Gia il Sole dal Gange Alessandro Scarlatti (1695-1725)
Ma Rendi Pur Contento V. Bellini (1801-1835)
Malinconia, Ninfa gentile V. Bellini (1801-1835)

Pause

Guapparia R. Falvo
Musica Prohibita S. Gastaldon
Tu Ca Nun Chiagne E. de Curtis
Mattinata R. Leoncavallo
Senza Nisciuno E. de Curtis
Marechiare F.P. Tosti
Rondine al Nido V. Crescenzo


Zu den Personen:

Noel Quroz-Sanchez wurde in Mexico City geboren. Ursprünglich wollte er Pianist werden, studierte Klavier und Gesang und hat sich dann ganz als Sänger der Oper, dem Lied und dem Oratorium verschrieben. Seit 1988 ist er festes Mitglied des künstlerischen Ensembles des Staatstheaters Kassels. Vielen Menschen ist er aus Operetten, wie z. B. dem „Zigeunerbaron“, vielen Musicals, etwa als Magaldi in „Evita“, und aus ungezählten italienischen Opern bekannt. Quroz-.Sanchez hat lange Jahre in unmittelbarer Nachbarschaft des Diakonissen-Krankenhauses gewohnt, seine jüngste Tochter ist dort geboren.

Dietlind Gersdorf stammt aus Salzburg und hat am Mozarteum Schulmusik und Klavier studiert. Die Pianistin hat lange in Koblenz und Frankfurt als Korrepetitorin gewirkt und ist als freischaffende Künstlerin und Klavierpädagogin in Kassel tätig. Sie ist mit Noel Quiroz-Sanchez verheiratet; gemeinsam haben sie drei erwachsene Kinder.

 

Diakonissenhaus feiert Familienfest

Zum 145. Geburtstag des Kurhessischen Diakonissenhauses gab´s ein Fest-Wochenende
Auch der kurze Platzregen zu Beginn konnte die Stimmung auf der Goethestraße nicht trüben: Die Stimmung unter den Pavillons und den Zeltständen war auf Feiern eingestellt. Genau das taten dann auch Diakonissen, Freunde, Mitarbeiter und Nachbarn mit einem Straßenfest am Samstag, den 20. Juni vor dem Mutterhaus und dem Alten- und Pflegeheim Haus Salem. Auf dem Straßenfest erwarten die Gäste Musik und Volkstanz. Und auch für das leibliche Wohl war dank vieler Kuchenspenden und einer Bratwurstbräterei gesorgt. Rund 800 Besucher flanierten am Kindersachen-, am Bücher- und am Liebhaber-Flohmarkt vorbei und wurden fündig. Für die Kinder gab es Zeit zum Basteln und eine Hüpfburg.
Erstmals mit von der Partie war die partnerschaftlich ver-bundene Einrichtung Lichtenau E.V, die eine Filiale des „Lädchens“, eigentlich mit Sitz auf dem Gelände der Orthopädischen Klinik Hess. Lichtenau, eröffnet hatte. Die Buchhandlung am Bebelplatz präsentierte sich erstmals mit einem Bücherstand. Auch Hand in Hand e.V als Nachbarschaftverein war mit einem Stand vertreten.

Wer mochte, konnte sich von den Geschäftsführern persönlich durch den Krankenhaus-Neubau der Diakonie-Kliniken führen lassen – eine schöne Gelegenheit auch für die Angehörigen, mehr über den Arbeitsplatz und für Nachbarn, etwas über den Bauforschritt zu erfahren. Eine Art seelsorgerliches „Wünsch´ dir was“ sorgte für regen Andrang bei Pfarrer Ekkehart Raum, der bei seinen Runden auf der Goethestrasse Frieden oder Weisheit feilbot und auf Besinnliches in der Mutterhauskirche hinwies. Bei einem Quiz erwarten die Gewinner interessante Preise. Informationen und Präsentationen rund um die traditionsreiche Institution rundeten das Programm ab. Zum Feierabendmahls-Gottesdienst im Haus Salem musizierte der CVJM-Posaunenchor. Abendlicher Höhepunkt bildete eine Soirée mit russischer Lyrik und Klavierminiaturen des 19. und 20. Jahrhunderts im Atrium des Klinik-Neubaus, ein Abend, den die Rotarier aus Hofgeismar-Wolfhagen und Orgelbauer Michael Bosch ermöglichten.

Langen Atem bewiesen die Diakonissen auch am zweiten Tag: Mit einem Festgottesdienst am Sonntag, den 21. Juni, in der Friedenskirche begannen sie den zweiten Festtag. Dekanin Barbara Heinrichs predigte und der Landespfarrer für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz, über-reichte 11 langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das „Goldene Kronenkreuz“ als Zeichen des Dankes.

 
 

Diakonie-Kliniken Kassel: Ethisches Investment spart 17 Tonnen CO2 und hilft Demenz-Kranken

Als erste Kirchliche Stiftung in Kurhessen-Waldeck investiert „Diakonie in Edermünde“ mit einer Gemeinde in Photovoltaik-Anlage

Auf einer Fläche von 170 Quadratmetern werden die Diakonie-Kliniken Kassel ab Mitte Juni als erstes Kasseler Krankenhaus Sonnenenergie einfangen und ins Kasseler Stromnetz einspeisen. Die Kosten von rund 90.000 Euro werden zu einem Drittel von der evangelischen Kirchengemeinde Grifte-Holzhausen, zu zwei Dritteln von der Stiftung „Diakonie in Edermünde“ getragen. Die gesamte Anlagenleistung der insgesamt 127 Module beträgt 22,86 KW, das ist etwas mehr als ein Prozent zum Beispiel des Gesamt-Energiebedarfs der Komplexeinrichtung des Kurhessischen Diakonissenhauses. Dass eine kirchliche Stiftung ihr Vermögen auf solche Weise und bei einer diakonischen Einrichtung „auf die hohe Kante legt“, ist dabei einmalig in Kurhessen-Waldeck. „Dass wir als Diakonie-Kliniken uns natürlich für umweltgerechte Energien öffnen, passt gut zu unserem Leitbild. Und wir freuen uns besonders, dies Hand in Hand mit einer kirchlichen Stiftung umsetzen zu können“, kommentiert Pfarrer Karl Leonhäuser, Vorsteher des Kurhessischen Diakonissenhauses, die Kooperation.

Ziel und Zweck sei es, so der Pfarrer der Gemeinde Uwe Krause, mit Hilfe der Erlöse in Kooperation mit der Diakoniestation Fulda-Eder im evangelischen Gemeindehaus der Kirchengemeinde eine Demenzbetreuung aufzubauen und dauerhaft zu unterhalten. Die gesetzlich aus dem Stromeinspeisungsgesetz garantierten Erlöse würden 20 Jahre lang zur Verfügung stehen. Ein zinsloses landeskirchliches Darlehen in Höhe von 15.000 Euro sowie das Vermögen der Stiftung müssten wieder erwirtschaftet werden. Die Kirchengemeinde in Grifte, die jetzt als Energieversorgungsunternehmen gilt, hat bereits Erfahrung mit Photovoltaik und betreibt seit 2000 PV- Anlagen auf dem „eigenen“ Dach.

Der Gestattungsvertrag, der die Nutzung des Krankenhausdaches regelt, war bereits am 27. Mai 2009 unterzeichnet worden. Die Stiftung erhofft sich von der Solaranlage einen prognostizierten Ertrag von rund 10.000 Euro pro Jahr. Die Diakonie-Kliniken vermieten das Dach an die Stiftung in Edermünde, die pro erzeugter Kilowattstunde rund 41 Cent ohne Mehrwertsteuer pro KW erhalten. Im Gegenzug werden die Diakonie-Kliniken drei Prozent dieses Einspeisungspreises erhalten. Der Aufbau wird einige Tage in Anspruch nehmen. „Wir sparen nicht nur Energie ein, sondern beteiligen uns an der Wahrung der Schöpfung, in dem wir CO2 einsparen – mehr, als ein Deutscher im Jahr durch seinen Energieverbrauch produziert“, so Klinikgeschäftsführer Karl-Georg Dittmar. Bereits mit der Entscheidung zur Fernwärme-Nutzung hatte das Krankenhaus seinen Willen dokumentiert, als wichtige Größe in Kassel zum Umweltbewusstsein beizutragen – gemäß seines christlichen Anspruches.

Die Diakonie-Kliniken Kassel gemeinnützige GmbH ist die größte medizinische Einrichtung der Diakonie in Nordhessen. Die Klinik, zu der Diakonissen-Krankenhaus und Burgfeld-Krankenhaus gehören, gibt rund 800 Menschen Arbeit, die etwa 11.000 stationäre Patienten und 11.000 ambulante Patienten im Jahr versorgen. Der evangelische Krankenhaus-Verbund Agaplesion gAg und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Die Diakonie-Kliniken sind Mitglied im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck.


Hintergrund:

Die PV-Anlagen sind nicht das Einzige, das die Gemeinde auf ihrem "Weg der Schöpfungsverantwortung" realisieren konnten. Beim Ausbau der Gemeinderäume – explizit bei der Sanierung des Altbaus – wurde besonders auf umweltfreundliche, Ressourcen schonende und baubiologisch unbedenkliche Materialien geachtet. Eine Regennutzungsanlage wurde eingebaut.

Die erste PV-Anlage für damals 76.000 D-Mark hat die Kirchengemeinde Grifte Holzhausen bereits zum Erntedankfest 2ooo am 1.Oktober eingeweiht, eine weitere folgte 2004 und schließlich wurden in 2005 die Anlagen ergänzt auf insgesamt ca. 14 kWp. Heizungstechnisch wurde das Gemeindehaus 2004 durch den Einbau eines Erdgasbetriebenen Blockheizkraftwerks auf den neuesten Stand gebracht. Durch eine Nahwärmeleitung wird das Pfarrhaus durch die entstehende Abwärme im Blockheizkraftwerk mit versorgt. Diese Maßnahme wurde als Pilotprojekt von der Landeskirche mit 50 Prozent bezuschusst, so dass der Kirchengemeinde Kosten von nur ca. 15.000 Euro entstanden, die sich durch den Stromverkauf und andere Erlöse nach etwa 8 Jahren amortisiert haben dürften.

Als die Kirchengemeinde sich auf den Weg machte, den Weg der Schöpfungsverantwortung zu beschreiten, stand nicht die Frage nach interessanter, moderner Technik im Vordergrund. Viel mehr war es der Versuch, ein Zeugnis für Christus abzulegen. Gottes Herrschaft sollte Raum gewinnen. Es begann mit kleinen Schritten: den ersten Energiesparlampen, Benutzen von Recycling-Papier, Entsiegelung der Flächen.

In diesen Jahren sind mehr als 200 000 Euro für umweltrelevante Maßnahmen zusammengekommen.

Es hat sich dabei immer gezeigt, dass am Anfang nicht das Geld, sondern eine Überzeugung da sein musste, die zündende Idee, eine Vision.

(Quelle: Kleine Grifter Kirchengeschichte, 2007)

 
 
 

Russischer Abend läutet Weisse Nächte ein

Russische Lyrik und Klavierminiaturen des 19. und 20. Jahrhunderts beim 145. Jahresfest im Atrium der Diakonie Kliniken

Musikalischer Schlusspunkt am ersten Tag des 145. Jahresfestes des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel wird eine Soiree am Samstag, den 20. Juni, um 19.30 Uhr im Atrium des Neubaus des Diakonissen-Krankenhauses, Herkulesstrasse 34, sein. Dazu laden die Diakonie-Kliniken Kassel ein. Die Weissen Nächte von St. Petersburg will Dr. Wolf Kalipp von der Hochschule für Musik und Theater Hannover, mit Russischer Lyrik und Klavierminiaturen am Flügel heraufbeschwören. Organisiert und gesponsert wird die Abendgesellschaft vom Rotary-Club Hofgeismar-Wolfhagen; der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen.

Kalipp wird Gedichte von Alexander Puschkin, Michael Lermontov, Iwan Turgenjew, Afanasij Fet, Anton Tschechow, Konstantin Balmont, Alexander Blok, Sergej Jessenin und Anna Achmatowa rezitieren und mit Klavierminiaturen von Aram Chatschaturjan, Edvard Grieg, Leos Janacek, Sergej Prokofieff, Dmitri Schostakowitsch und Alexander Skrjabin einrahmen. Musik und Gesang werden unter dem Licht durchfluteten Glasdach, an dem auch die Rauminstallation „Schöpfung 2006/8“ fixiert ist, erklingen.

Vita Dr. phil. Wolf Kalipp
Studium der Schulmusik, Musikwissenschaft, Altphilologie, Philosophie und Pädagogik. Doktorat in Musikwissenschaft.
Leitung kommunaler Musikschulen, Lektor und Redakteur im deutschen Musikverlagswesen.
Künstlerische Tätigkeit als Pianist, Organist, Oratorien- und Kammerorchesterdirigent.
Musikwissenschaftliche Vortragstätigkeit.
Aufsätze in deutschen und französischen Fachzeitschriften.
Herausgeber von Urtexteditionen und Praxishandbüchern bei großen deutschen Musikverlagen.
Dozenturen für Musikdidaktik an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und für Kulturwissenschaften an einer westfälischen Privatakademie.
Zahlreiche öffentliche Literatur- und Lyriklesungen mit Klaviermusik.

 

Diakonissenhaus: 145. Geburtstag auf der „Goethe“

Das Kurhessische Diakonissenhaus lädt am 20. Juni zum Familienfest

Gemeinsam feiern wollen Diakonissen, Freunde, Mitarbeiter und Nachbarn den 145. Geburtstag der diakonischen Einrichtung: Zum einen mit einem Straßenfest am Samstag, den 20. Juni, auf der Goethestrasse vor dem Mutterhaus und dem Alten- und Pflegeheim Haus Salem. Zum anderen mit einem Festgottesdienst am Sonntag, den 21. Juni, in der Friedenskirche. Die Predigt hält Dekanin Barbara Heinrichs. An langjährige Mitarbeiter wird der Landespfarrer für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz, das „Goldene Kronenkreuz“ verleihen, die höchste Würdigung für den Dienst in der Diakonie. „Wir wollen ein Familienfest feiern, auf dem jeder willkommen ist, ob er sich „dem Diako“ und dem Mutterhaus verbunden fühlt oder nur zufällig die Straße lang kommt“, lädt Jens Wehmeyer, Verwaltungsdirektor der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus, ein.

Auf dem Straßenfest erwarten die Gäste Musik und Volkstanz, Speis´ und Trank, Kaffee und Kuchen, einen Flohmarkt und einen Bücherstand. Wer möchte, kann sich von den Geschäftsführern persönlich durch den Krankenhaus-Neubau der Diakonie-Kliniken führen lassen. Besinnliches gibt´s in der Mutterhauskirche. Bei einem Quiz erwarten die Gewinner interessante Preise. Ein Kinderprogramm sorgt für Abwechslung bei den Kleinen. Informationen und Präsentationen rund um die traditionsreiche Institution runden das Programm ab. Abendlicher Höhepunkt wird eine Soirée um 19.30 Uhr mit russischer Lyrik und Klavierminiaturen des 19. und 20. Jahrhunderts im Atrium des Klinik-Neubaus.

Zur Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel gehören das Alten- und Pflegeheim „Haus Salem“ in Kassel und das Marie-Behre-Altenhilfezentrum in Baunatal-Guntershausen mit Dauerpflege, Kurzzeitpflege, Tagespflege sowie Betreutes Wohnen. Des Weiteren ist die Stiftung Trägerin des Kinder- und Jugendheims „Kleiner Holzweg“ und zweier Tageseinrichtungen für Kinder. Das Mutterhaus ist geistliche Heimat von 51 Schwestern. In der Komplexeinrichtung arbeiten rund 1200 Menschen haupt- oder ehrenamtlich. Größter Arbeitsbereich sind die Diakonie-Kliniken Kassel mit rund 800 Mitarbeitern und etwa 22 000 Patienten im Jahr.


 

Diakonie-Kliniken Kassel sagen´s durch die Blume

Die Fotografin Monika Tartsch zeigt die Natur als Malerin

Zum sechsten Mal wird das Foyer des Diakonissen-Krankenhauses ein Ort zum Schauen und Staunen. Die Fotografin Monika Tartsch hat die Natur mit der Kamera eingefangen, um sie in Blumen-Porträts – Sonnenblumen, Tulpen, Forsythien - umso schöner wieder zur Entfaltung zu bringen. Mit einer Vernissage eröffnen die Diakonie-Kliniken diese Schau am 30. Mai um 16.00 Uhr im Licht durchfluteten Eingangsbereich des Krankenhauses. Die Bilder sollen bis Mitte Oktober in der Herkulesstraße 34 täglich zu sehen sein.

„Sie laden ein, genau hinzusehen und das Wunder der Schöpfung in der Vielfalt der Natur zu entdecken“, sagt Pfarrer Ekkehard Raum, der auch in das Werk der Künstlerin einführen wird. Geschäftsführer Pfarrer Karl Leonhäuser hofft, möglichst viele Kunstinteressierte begrüßen zu können: „Bislang waren alle Ausstellungen bei uns auf eine Art und Weise Teil der Klinik geworden: Sie haben Patienten, Besucher und die, die hier arbeiten, für eine Weile angeregt und begleitet.“ Zur Vernissage sind alle Kunstliebhaber, Nachbarn, Patienten und Mitarbeiter eingeladen.
Die Künstlerin Monika Tartsch lebte 15 Jahre lang sehr naturnah in Warburg - Hardehausen. Dort sammelte sie mit der Kamera Eindrücke in der Natur, die sie in Makroaufnahmen festhielt. Nach und nach ist ein Bilderzyklus entstanden, der eine Vielfalt an Formen und Farben widerspiegelt.
Die Bilder entfalten eine beeindruckende Wirkung und geben Räumen eine wohltuende, harmonisierende Atmosphäre. Monika Tartsch, Jg. 1961, studierte in Paderborn Elektrotechnik sowie Musik und Mathematik für das Lehramt. Das Fotografieren war lange Zeit ein Hobby, bis sie die Möglichkeiten der Digitalfotografie für sich entdeckte.

Susanne Bullien

 

Stefan Hunstein liest für Diakonie-Kliniken Kassel

Benefiz-Lesung mit dem Schauspieler am 28. Mai 2009

Der Verein der Freunde und Förderer der Diakonie-Kliniken Kassel hat den Schauspieler Stefan Hunstein auch in diesem Jahr für eine Benefiz-Lesung gewinnen können: Der aus Kassel stammende Schauspieler wird am Donnerstag, den 28. Mai, um 19.00 Uhr im Diakonissen-Mutterhaus, Goethestrasse 85, aus „Meine Preise“ von Thomas Bernhard vortragen. Der Künstler setzt sich damit bereits zum fünften Mal auf diese Weise für Kassels einziges evangelisches Krankenhaus ein. Der Eintritt ist frei; die erbetenen Spenden sollen nach Abzug der Kosten in die weitere Ausgestaltung des Nachbarschafts-Krankenhauses fließen und so Patienten, Mitarbeitern und Besuchern zu Gute kommen.

Der Verein der Freunde und Förderer wurde 2004 gegründet. Inzwischen engagieren sich mehr als 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ehemalige Patientinnen und Patienten oder deren Angehörige und andere sozial eingestellte Bürger für die Idee, dem Krankenhaus über das normale Maß hinaus Gutes angedeihen zu lassen. Dazu gehört unter anderem die künstlerische Ausgestaltung des Neubaus, aber auch Anschaffungen wie Bilder für die Patientenzimmer, um den Aufenthalt für die anvertrauten Menschen und die Arbeit für die Mitarbeiterschaft noch schöner zu machen.

Stefan Hunstein wurde 1957 in Kassel geboren. Im Jahr 2001 ging er an das Bayerische Staatsschauspiel. Seit 2003 ist Stefan Hunstein Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2007 erhielt er den Kurt Meisel Preis. „Meine Preise“ hat Hunstein zuletzt im März im restlos ausverkauften Residenz-Theater gelesen, so dass eine zweite Lesung angeboten worden war. Das autobiographische Werk Bernhards „Meine Preise“ wurde als Textsammlung anlässlich dessen 20. Todestags am 12. Februar 2009 erstmals veröffentlicht. Darin hält der Literat Rückschau und zieht eine persönliche Bilanz der ihm verliehenen Preise. Dabei rechnet er mit den immer gleich verlaufenden Preisverleihungszeremonien ab - wütend, verlachend, komisch.

 

Kassels Krankenpflegeschule unter neuer Leitung

Ursula Schneider legt die Leitung des CBG Christliches Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe in neue Hände

Die größte Krankenpflegeschule Nordhessens im Verbund der Diakonie wird künftig gemeinsam von Ute Simon-Polak (50) und Elisabeth Soose (50) geleitet. Ute Simon-Polak übernahm schon zum 1. Oktober 2008 die Schulleitung von Jutta Schneider. Zum 1. Mai 2009 übernahm nun auch Elisabeth Soose die Schulleitung von Ursula Schneider.
Ursula Schneider hat fast 30 Jahre die Qualität der Krankenpflegeausbildung geprägt. Sie hat wesentlich zur Gründung des Christlichen Bildungsinstituts für Gesundheitsberufe 2001 beigetragen.
Zur feierlichen Verabschiedung und Einführung erwartet das Haus am 7. Mai 2009, im festlichen Rahmen in der Mutterhauskirche des Kurhessischen Diakonissenhauses geladene Gäste aus ganz Hessen. Der Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken Pfarrer Karl Leonhäuser wird Ursula Schneider verabschieden. Die neue Schulleitung wird durch die Geschäftsführer des Roten Kreuz Krankenhauses Elisabeth Deterding und der St. Vinzenz Krankenhaus GmbH, zu der das Marienkrankenhaus gehört, Alexander Schmidtke, vorgestellt.
Das CBG Christliches Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe hat seinen Sitz im Haus „Bethesda“, Herkulesstr. 36, in Kassel. Die Aus- und Weiterbildung am CBG hat 210 Ausbildungsplätze zur Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. Gesundheits- und Krankenpfleger, 25 staatlich anerkannte Weiterbildungsplätze zur Stations- und Gruppenleitung im Pflegedienst sowie 25 staatlich anerkannte Weiterbildungsplätze zur Praxisanleitung für Pflegeberufe und Entbindungspflege. Die Ausbildungsplätze verteilen sich mit je 60 auf das Marienkrankenhaus Kassel und das Rote-Kreuz-Krankenhaus; 90 Ausbildungsplätze haben die Diakonie-Kliniken Kassel.

Die CBG ging 2001 aus den Krankenpflegeschulen der oben erwähnten Schulträger und des Ausbildungszweiges am Burgfeld-Krankenhaus hervor, das im selben Jahr mit dem Diakonissen-Krankenhaus zum DGK-Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel – heute Diakonie-Kliniken - fusionierte.
2007 gründete sich ein Förderverein am CBG, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Bildungsarbeit dort mit zusätzlichen Lehr- und Lernmitteln, Projekten und Aktivitäten zu fördern.

 
 

Auf Tuchfühlung mit den Folgen von Sucht

Sie wollten es ganz genau wissen: Die 7 b des Engelsburg-Gymnasium besuchte am 22. April die Diakonie-Kliniken, um sich über die Folgen von Sucht schlau zu machen. Mit ihrer Klassenlehrerin Melanie Heczko hörten sie erst einen Vortrag von dem Gefäßchirurgen Dr. Thomas Gebauer – der die Folgen von Sucht jeden Tag auf Station sieht und im OP behandelt. „Es hat mich gefreut zu sehen, dass viele auch mitgeschrieben haben – das Interesse war da“, meint Gebauer. Denn sowohl das Rauchen und auch illegale Drogen nähmen zu, und da gehöre Prävention auch dazu, so Gebauer weiter. Beim Gang anschließend über eine Station stellten sie aufmerksame Fragen, wie sich Patienten fühlten und fragten die Dienst habende Schwestern, wie sie mit den Patienten umgehe. In der Radiologie-Abteilung erfuhren die Jungen und Mädchen, wie die Krankheitsbilder z. B. an den Gefäßen oder in der Lunge erkannt werden. Der Leiter der Abteilung, Issam Moussa, sorgte dafür, dass sie sich die Folgen, etwa des Rauchens, noch einmal bildlich ansehen konnten.

Aus DGK Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel werden die Diakonie-Kliniken Kassel

Umbenennung im April vollzogen – „Wir wollen wachsen“

Das Diakonie-Gesundheitszentrum gibt sich einen neuen Namen und heißt künftig „Diakonie-Kliniken Kassel“. Dies hat jetzt das Amtsgericht Kassel offiziell bestätigt. Damit wollen sich die Kliniken - mit den Standorten Burgfeld- und Diakonissen-Krankenhaus - als größte medizinische Einrichtungen der Diakonie in Nordhessen in eine Vielzahl von Diakonie-Kliniken bundesweit einreihen, die bereits diesen Namen führen: „Der Name Gesundheitszentrum war zu beliebig geworden und passte nicht mehr zu einer Einrichtung von unserer Bedeutung – in einer Zeit, wo viele Praxen sich Gesundheitszentrum nennen“, sagt Karl Leonhäuser, Geschäftsführer von Kassels einzigem evangelischen Krankenhaus. Außerdem liege durch die Straffung die Betonung eindeutig auf Diakonie. Mit dem neuen Namen sei man in bester Gesellschaft: „Wir wollen, dass alle sehen können, aus welcher Tradition wir kommen und dass wir in christlichem Verständnis arbeiten“, unterstreicht Leonhäuser.

Der Name Diakonie-Gesundheitszentrum war vor rund acht Jahren gewählt worden, weil der Name „Diakonie-Kliniken“ damals vergeben war. Mit den neu eingegangenen Verbindungen habe auch die ursprüngliche Idee der Diakonie-Kliniken wieder Formen angenommen. Durch die Überkreuzbeteiligung mit der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau sei der Anfang gemacht. Das Motto heiße, auch mit dem neuen Namen, eindeutig „Wir wollen noch weiter wachsen“, sagt Leonhäuser. Im immer schärfer werdenden Wettbewerb sei ein deutliches Profil, ein klarer Name und Stolz auf die Herkunft das richtige Signal an die Mitarbeiter wie auch an die zu behandelnden Menschen. Die Mitarbeiter waren bereits im März über den neuen Namen informiert worden.

Die Diakonie-Kliniken Kassel gGmbH ist die größte medizinische Einrichtung der Diakonie in Nordhessen. Die Klinik, zu der das Diakonissen-Krankenhaus und das Burgfeld-Krankenhaus gehören, gibt rund 800 Menschen Arbeit, die etwa 11.000 stationäre Patienten und11.000 ambulante Patienten im Jahr versorgen. Die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel ist zu 60 Prozent Träger der Klinik, der evangelische Krankenhaus-Verbund Agaplesion gAg und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Die Kliniken sind Mitglied im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck.

 
 

Burgfeld-Krankenhaus als Filmkulisse

Der Standort des Diakonie-Gesundheitszentrums Kassel stellte Statisten und bot die Kulisse für junge Kasseler Filmemacherin

Die 24-Jährige Filmstudentin Frauke Lodders hat das Burgfeld-Krankenhaus zu Kulisse ihres ersten längeren Films gemacht. Die Premiere des 26-minütigen Streifens namens „Mondscheinsonate“ ist am 4. April um 13.00 Uhr im Großen Bali, die Schauspieler und die junge Regisseurin werden anwesend sein. Die Vorliebe der Filmemacherin für das Klinik-Colorit und die Statisten aus Medizin und Pflege kommen nicht von ungefähr: Lodders Mutter arbeitet dort seit mehr als zwanzig Jahren als Krankenschwester. Hauptfigur des Kassel-Thrillers ist entsprechend eine Schwester, die sich in einen Nachbarn verliebt – und mit ihrer Besessenheit von ihm alleine bleibt.

Bei dem Drama um Einsamkeit und Besessenheit haben Mediziner des Krankenhauses hinsichtlich Krankheitsbilder beraten, das Pflegepersonal Statistenrollen übernommen und die Mutter Beatrice Achilles-Lodder für eine kleine Rolle zur Verfügung gestanden. Mit dem Burgfeld-Krankenhaus fühlt sich die junge Kasselerin besonders verbunden, kennt sie doch den Standort des Diakonie-Gesundheitszentrums von klein auf. In Kassel ist sie an der Kunsthochschule eine der jüngsten Studentinnen für das Fach „Film“ überhaupt. Lodders will den Film ins Rennen um die wichtigsten Festivalpreise schicken; Unterstützung erhielt sie aus der Hessischen Filmförderung, die Sendeberechtigung liegt beim HR.

Hintergrund:
Mondscheinsonate
Karen arbeitet als Krankenschwester, putzt nebenbei bei dem erfolgreichen Geschäftsmann Hendrik und ist etwas sonderlich. Ihre Schüchternheit verhindert, dass sie Hendrik ihre Liebe gesteht. Stattdessen entwendet sie Gegenstände aus seiner Wohnung, die sie allerdings durch exakte Gegenstücke ersetzt. Da das Krankenhaus, in dem sie arbeitet, seiner Wohnung gegenüberliegt, kann sie ihn fast Tag und Nacht beobachten. Zuhause trägt sie seine Kleidung und schläft in seiner Bettwäsche, sogar ihre Katze trägt seinen Namen. Hendrik ist völlig ahnungslos - er bekommt Karen ja kaum zu Gesicht. Als Karen davon erfährt, dass Hendrik sich in eine andere Frau verliebt hat, gerät die einseitige Fernbeziehung ins Wanken

Team:
Regie/Drehbuch/Produktion: Frauke Lodders
Kamera: Dennis Pauls
Produktionsleitung: Hendrik Schmitt
Schnitt: Zuniel Kim, Frauke Lodders

Darsteller:
Karen (Hauptrolle) – Irina Wrona
Hendrik (Hauptrolle) – Michael Dorn
Joshua – Tobias Wuttke
Cara – Miryam Kirschner
Ramona – Jenny Kirschblum
Tina – Pia Röver
Amelia – Noemi Besedes
Anna – Beatrice Achilles-Lodders (Krankenschwester im Burgfeldkrankenhaus)

Länge: ca. 25 Minuten

Gefördert mit Mitteln der Hessischen Filmförderung/HR.

Premiere:
Samstag, 4. April um 13.00 Uhr
im „Großen Bali“ (Kulturbahnhof Kassel)
Herzliche Einladung an alle Interessierten, Freunde des Krankenhauses und Cinema-Begeisterten!

Die Filmemacherin Frauke Lodders und Schauspieler werden anwesend sein, anschließend Premierenfeier

Susanne Bullien

 

Wolfgang Mursa geht in den Ruhestand

Mit einem Festakt verabschiedet sich die Klinik und die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus

Der Diplom-Betriebswirt Wolfgang Mursa wird am Dienstag, dem 31. März 2009, als Geschäftsführer des DGK Diakonie-Gesundheitszentrums Kassel und als Verwaltungsdirektor der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus verabschiedet und tritt damit kurz nach seinem 63. Geburtstag in den Ruhestand. Der gelernte Reederei-Kaufmann hat acht Jahre lang die Geschicke der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus und des Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel wesentlich mitbestimmt. Seine Nachfolge treten am 1. April in der Stiftung als Verwaltungsdirektor Jens Wehmeyer und als Krankenhaus-Geschäftsführer Karl-Georg Dittmar an. Zu den Feierlichkeiten haben sich über 200 Mitarbeitende, Entscheider aus Ministerien, Vertreter aus Diakonie und Kirche sowie Partner verbundener Unternehmen angemeldet, um Mursa in der Kirche des Diakonissenhauses zu verabschieden.

Mursa hat neben dem Ausbau der Stiftung entscheidend am Gesicht der neuen Klinik mitgearbeitet und die Entscheidung zu dem Mammut-Projekt vorangetrieben: Seit 2004 wird am Standort Diakonissen-Krankenhaus altes Gebäude abgerissen, um das traditionsreiche Haus an gleicher Stelle bei laufendem Betrieb modern und patientenorientiert neu wiederaufzubauen. „Wir haben viel Zuspruch aus dem Sozialministerium bekommen. Ich erinnere mich noch genau an die Überreichung des ersten Fördermittelbescheides durch die damalige Sozialministerin Silke Lautenschläger über rund 13 Millionen Euro“, sagt Mursa rückblickend. Als seinen größten Erfolg bezeichnet er, weitestgehend keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen zu haben. Die Inbetriebnahme des letzten Ausbaus hätte er schon noch gerne mitbekommen, aber jetzt sei es Zeit, das Staffelholz weiterzureichen, so Mursa weiter.

Das DGK Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel gGmbH ist die größte medizinische Einrichtung der Diakonie in Nordhessen. Die Klinik, zu der Diakonissen-Krankenhaus und Burgfeld-Krankenhaus gehören, gibt rund 800 Menschen Arbeit, die etwa 11.000 stationäre Patienten und 11.000 ambulante Patienten im Jahr versorgen. Die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel ist zu 60 Prozent Träger der Klinik, der evangelische Krankenhaus-Verbund Agaplesion gAg und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Das Diakonie-Gesundheitszentrum ist Mitglied im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck. Um auch in Zukunft den Patienten gute Pflege und modernste Medizin anzubieten, investiert die evangelische Einrichtung mit Hilfe des Landes Hessen und der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck (EKKW) voraussichtlich 120 Mio. Euro in ein neues Krankenhaus und modernste Medizintechnik. Rund 61 Mio. Euro kostete der erste Bauabschnitt des Krankenhaus-Neubaus. Der nächste Bauabschnitt für 27 Millionen Euro kann voraussichtlich 2010 bezogen werden.

Vita Wolfgang Mursa

Wolfgang Mursa wurde am 17. März 1946 in Eisenberg geboren. Er absolvierte 1966 in Hamburgs ältester Reederei eine Lehre zum Reedereikaufmann und arbeitete bis 1981 für verschiedene Reedereien, unter anderem auch ein Jahr in Durban, Südafrika. Von 1972 bis 1974 studierte er an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg Betriebswirtschaft. Von 1981 bis 1987 war Wolfgang Mursa Leiter Finanz- und Rechnungswesen sowie stellvertretender Kaufmännischer Leiter im kommunalen Krankenhaus St. Georg in Hamburg. 1987 berief man ihn zum Verwaltungsdirektor und Mitglied des Stiftungsvorstandes in der Ev.-Lutherischen Diakonissenanstalt Alten Eichen in Hamburg. Diese Leitungsaufgabe nahm er wahr, bis er 1998 die alleinige Geschäftsführung des Heidekreis-Klinikums in Soltau und Walsrode übernahm.

2001 kam er nach Kassel, um dort als Verwaltungsdirektor der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus und Geschäftsführer im Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel gemeinnützige GmbH die nordhessische Wohlfahrts- und Krankenhauslandschaft mit zu gestalten. Er setzte die Fusion der beiden Krankenhäuser Burgfeld-Krankenhaus und Diakonissen-Krankenhaus um und war Mitbegründer des Christlichen Bildungsinstituts für Gesundheitsberufe in Kassel. In seine Zeit fiel auch die Verdopplung der Plätze in der Jugendhilfe von 62 auf 124. Größtes Projekt ist der Neubau des Diakonissen-Krankenhauses: Bis 2013 soll dieser soweit fertig gestellt sein, dass beide Standorte an der Herkulesstraße zusammengeführt werden können. Jüngster Meilenstein ist die Gründung des Zentrums für Altersmedizin zusammen mit dem Sozialpsychiatrischen Zentrum, mit dem die schwellenlose Verzahnung zwischen Akutgeriatrie und Gerontopsychiatrie in Hessen „erfunden“ wurde.

 
 
 

Saubere Hände: Schwarzlicht statt Blaulicht im Diakonissen-Krankenhaus

Zum Aktionstag „Saubere Hände“ erwartet am 11. März das Diakonie-Gesundheitszentrum Kita-Kinder, Schulklassen und viele Mitarbeiter

Saubere Hände sind ein dehnbarer Begriff: Das weiß jeder, der kleinen Kindern mühsam das Thema Hygiene näher bringt. „Porentief rein“ müssen sie dagegen in einer Klinik sein. Um darauf aufmerksam zu machen, beteiligt sich das Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel (DGK) mit einem Aktionstag an der bundesweiten Kampagne „Saubere Hände“ am Mittwoch, den 11. März zwischen 11.00 Uhr und 16.00 Uhr im Foyer des Neubaus an der Herkulesstraße. „Wir wollen die Verbundenheit mit diesem Ziel stärken und laden alle ein, mitzumachen. Jeder kann aktiv die Händehygiene im Krankenhaus fördern und so die Zahl von Infektionen deutlich senken“, erklärt die Ärztin Elisabeth Müller, die am DGK Hygiene-Beauftragte ist.

Die Händedesinfektion sei zudem eine der ältesten und wirksamsten Maßnahmen zum Schutz von Patienten und Personal vor Infektionen. Ihren Besuch angekündigt haben bereits Schüler der Willi-Brand-Schule, der Deutschen Angestellten-Akademie und von den Berufsbildenden Schulen Hann. Münden. Kita-Kinder und Hortkinder vom „Baumhaus für Kinder“ in der Herkulesstraße stellen mit Fingerfarben Handbilder her und überprüfen anschließend die Reinigung ihrer Hände. Geplant sind Vorträge zum Thema, Infostände, Mitmach-Aktionen und ein Preisrätsel.

Eine besondere Attraktion wird eine Schwarzlichtlampe sein: Mit ihr wird Stefanie Landbeck, die das DGK als Hygienefachkraft betreut, sichtbar machen, ob ein Hände-Desinfektionsmittel richtig angewendet worden ist. Die Krankenschwester Sara Böger aus der Abteilung EKG-Funktionsdiagnostik berichtet von 11.30 bis 12.00 Uhr über Händehygiene im Pflegedienst. „Mir ist wichtig, dass viele Kolleginnen und Kollegen, die in der Pflege arbeiten, zu unserem Aktionstag kommen und sich begeistern lassen“, unterstreicht diese ihr Anliegen. Eine Gesundheitspädagogin der Berufsgenossenschaft für Gesundheit und Wohlfahrtspflege präsentiert das Thema Hautschutz und Hautpflege von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr und von 14.00 Uhr bis 15.00. Elisabeth Müller weist ab 15.30 Uhr auf die Wichtigkeit der Händehygiene im ärztlichen Dienst hin. „Es geht uns vor allem darum, unsere Mitarbeiter für das Thema zu sensibilisieren: Sie können in großem Umfang durch Achtsamkeit dazu beitragen, dass Keime nicht von Patient zu Patient getragen werden“, sagt Müller. Die bundesweite Aktion wurde vom Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V., dem Nationalen Referenzzentrums für die „Surveillance von nosokomialen Infektionen“ und der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen e.V. initiiert. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert die Aktion.
 

 

DGK baut weiter: Sozialministerium stellt Gelder für 2011 in Aussicht

Der nächste Bauabschnitt wird Anfang 2010 bezogen –
Gesamtbauzeit verschiebt sich ins Jahr 2013


Das Hessische Sozialministerium steht weiter zum Krankenhaus-Neubau am Standort Diakonissen-Krankenhaus. Das wurde der Geschäftsführung in der vergangenen Woche in Wiesbaden mitgeteilt. Der neue Bauabschnitt für 26 Millionen Euro soll ab 2011 durch das Land Hessen gefördert werden. Vorgesehen war, den nächsten Bauabschnitt des evangelischen Krankenhauses im Jahr 2010 nahtlos anzuschließen, um planmäßig 2012 das neue Krankenhaus beziehen zu können. Deswegen bleibe man mit dem Sozialministerium im Gespräch, um eine eventuelle frühere Zusage zu erreichen: „Darum kämpfen wir“, sagt Geschäftsführer Karl Leonhäuser, „denn für uns ist es eine sehr wichtige Frage: Wie lange können die Mitarbeitenden die zusätzlichen Belastungen der Baumaßnahme etwa durch längere Wege verkraften? Wir lange können wir die Mehrkosten durch etwa das Betreiben zweier Standorte, die zusätzlichen Energiekosten, die fehlenden Betten durch die Baumaßnahme und damit sinkendes Einkommen ausgleichen?“

Erst wenn dieser nächste Bauabschnitt bezogen ist, können alle Patienten am Standort Diakonissen-Krankenhaus behandelt werden und der Standort Burgfeld-Krankenhaus aufgegeben werden. Zurzeit müssen viele Mitarbeitende zwischen zwei Standorten pendeln. Manchmal müssen auch die Patienten verlegt werden. Die Nachbarn bringen bereits seit 2003 mit Blick auf Baulärm, Lastverkehr und die Parkplatzsituation viel Geduld mit.

Das DGK Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel gGmbH ist die größte medizinische Einrichtung der Diakonie in Nordhessen. Die Klinik, zu der Diakonissen-Krankenhaus und Burgfeld-Krankenhaus gehören, gibt rund 800 Menschen Arbeit, die etwa 11.000 stationäre Patienten und 9000 ambulante Patienten im Jahr versorgen. Der evangelische Krankenhaus-Verbund Agaplesion gAg und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Das Diakonie-Gesundheitszentrum ist Mitglied im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck.

Um auch in Zukunft den Patienten gute Pflege und modernste Medizin anzubieten, investiert die evangelische Einrichtung mit Hilfe des Landes Hessen und der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck (EKKW) voraussichtlich 120 Mio. Euro in ein neues Krankenhaus und modernste Medizintechnik. Rund 61 Mio. Euro kostete der erste Bauabschnitt des Krankenhaus-Neubaus, in dem seit 2007 Patienten behandelt und gepflegt werden. Im DGK sind das Gefäßzentrum Kassel und das Zentrum für Altersmedizin zu finden. Weitere Schwerpunkte sind Innere Medizin mit Angiologie, Gastroenterologie und Kardiologie, Allgemein- und Gefäß-Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Radiologie, Urologie sowie Anästhesie mit Schmerz- bzw. Palliativmedizin.

 

 

Fahrbare Hilfen als Zeichen der Freundschaft

Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH übergibt rollende Stühle an das Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel

Kassel, den 5.März. Ein Plus für den Patientenservice: Künftig stehen vier zusätzliche Kranken-Rollstühle im Foyer des Diakonie-Gesundheitszentrums Kassel bereit, um Patienten, die nicht selber laufen können oder sollen, auf Station oder zu Untersuchungen zu bringen. Die fahrbaren Hilfen des neuen Partners Orthopädische Klinik Lichtenau e.V. für das Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel im Wert von 4.500 Euro übergab heute der Chef der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau, Karl-Georg Dittmar, dem Geschäftsführer des evangelischem Krankenhaus, Pfarrer Karl Leonhäuser.

„Ob eine Schwangere, die zum Kreisssaal geschoben werden muss, ältere Patienten, die ihr Zimmer auf der Station beziehen wollen oder ambulante Patienten, die frische Nähte noch nicht belasten dürfen: Die Stühle machen unsere Patienten und ihre Besucher mobiler“, freut sich Leonhäuser. Er wertet die Gabe der Klinik, mit der die Kasseler Klinik seit 1. Januar 2009 in einer Überkreuzbeteiligung verbunden ist, auch als Zeichen der gegenseitigen Freundschaft.

Das DGK Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel gGmbH ist die größte medizinische Einrichtung der Diakonie in Nordhessen. Die Klinik, zu der Diakonissen-Krankenhaus und Burgfeld-Krankenhaus gehören, gibt rund 800 Menschen Arbeit, die etwa 11.000 stationäre Patienten und 9.000 ambulante Patienten versorgen. Der evangelische Krankenhaus-Verbund Agaplesion gAg und die Betreiber der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Das Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel ist Mitglied im Diakonischen Werk in Kurhessen-Waldeck.
 

 

Karl-Georg Dittmar zum Geschäftsführer des Diakonie-Gesundheitszentrums Kassel ernannt

Aufsichtsrat bestellte den Diplom-Verwaltungswirt zum 1. April als kaufmännischen Klinikchef – Jens Wehmeyer ist Verwaltungsdirektor

Der Diplom-Verwaltungswirt Karl-Georg Dittmar wird zum 1. April 2009 Geschäftsführer des Diakonie-Gesundheitszentrums mit Sitz in Kassel. Dies beschloss am Donnerstagabend der Aufsichtsrat der diakonischen Einrichtung. Der 56-Jährige folgt dem Diplom-Betriebswirt Wolfgang Mursa, der 63-jährig in den Ruhestand geht. Der gebürtige Hamburger hat acht Jahre lang die Geschicke der Stiftung und des DGK Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel wesentlich mitbestimmt.
Mit der Übernahme der Geschäftsführung fällt Dittmar die Aufgabe zu, die medizinische Einrichtung in Verbindung mit den neuen ooperationspartnern LICHTENAU e.V. und Agaplesion gAG weiter zu entwickeln. Der gebürtige Nordhesse bleibt gleichzeitig kaufmännischer Vorstand von LICHTENAU e.V. und Geschäftführer der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau. Dort verantwortet er seit 1993 Führungspositionen. Der Diplom-Kaufmann Jens Wehmeyer übernimmt zeitgleich die Verwaltungsverantwortung der Klinik und des Kurhessischen Diakonissenhauses. Darüber war bereits im Dezember vergangenen Jahres entschieden worden.


Vita Karl-Georg Dittmar
Karl-Georg Dittmar wurde am 12. September 1952 in Gudensberg geboren. Er machte eine Banklehre bei der Landeskreditanstalt zu Kassel und ließ sich anschließend bis 1978 in der Bundeswehr -Verwaltung in Mannheim und Siegen zum Diplom-Verwaltungswirt ausbilden. Von 1987 bis 1989 studierte er Informationsorganisation an der Universität Kassel. Von 1978 bis 1993 betreute er beim Landeswohlfahrtsverband Hessen die Themen „Krankenhäuser und Kliniken“ und betraute als Leiter die Aufgabengebiete „Beschaffung und Verwaltungsangelegenheiten“ sowie „Beschwerdewesen und Angelegenheiten der Medizinalaufsicht“. Seit 1993 ist er im Vorstand der diakonischen Einrichtung LICHTENAU e.V. sowie Geschäftsführer der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH einschließlich der Schule für Physiotherapie und des Nachsorgezentrums, Lichtenau gGmbH, OTZ GmbH, LISA GmbH sowie Lichtblick gGmbH. In seiner Freizeit engagiert sich Dittmar für psychisch Kranke Menschen, etwa als Verwaltungsratsvorsitzender des Vereins „Aufwind“ in Eschwege. Seiner Liebe zur Kunst verlieh er mit dem Betreiben einer Galerie in Melsungen jahrelang Ausdruck. Darüber hinaus ist er Verwaltungsratsmitglied des Marienstift in Arnstadt /Thüringen. Dittmar ist verheiratet und hat eine erwachsene Tochter.
 

 

Bilder als Balsam für die Seele

Bilder von Hermann Graudin zeigt das DGK Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel ab dem 6. Februar

Werke des aus Smolensk stammenden Künstlers Hermann Graudin zieren die Wände des Diakonie-Gesundheitszentrums Kassel ab dem 6. Februar. Es ist das fünfte Mal, dass das neue Foyer des Diakonissen-Krankenhauses zur Bühne für Kunst- und Kultur wird. Die Bilder sollen bis Ende April in der Herkulesstraße 34 täglich zu sehen sein und für eine „heilsame Atmosphäre sorgen“, so Pfarrer Karl Leonhäuser, Geschäftsführer von Kassels einzigem evangelischem Krankenhaus, sein.

Zur Vernissage sind alle Kunstliebhaber, Nachbarn, Patienten und Mitarbeiter eingeladen: Die Ausstellung wird am Freitag, den 6. Februar, 2009 um 16.00 Uhr im feierlichen Rahmen eröffnet. Der Vorsteher des Kurhessischen Diakonissenhauses, Pfarrer Karl Leonhäuser, wird den Sohn des Künstlers, Dr. Andreas Graudin, begrüßen. Letzterer wird auch in das Werk seines 2005 verstorbenen Vaters einführen, der an diesem Tag 87 Jahre alt geworden wäre.
Der Absolvent der russischen Akademie der Künste in Leningrad, an der auch Repin, Chagall und Jawlensky studierten, lässt in seinen Bildern visionäre Malerei erkennen. Kindheitseindrücke von der Einsamkeit der russischen Winter, die nasse, schwarze Erde im März und die endlosen staubigen Straßen prägten ihn.
Die musikalische Umrahmung der Vernissage übernimmt der Geiger Sören Gehrke, der von Julia Reingarth am Klavier begleitet wird.

Zur Person: Hermann Graudin

1922 geboren in Smolensk, bis 1938 Besuch der Oberschule und des Smolensker Kunststudios; 1938 bis 1941 Studium an der Gesamtrussischen Akademie der Künste in Leningrad;
1922 geboren in Smolensk, bis 1938 Besuch der Oberschule und des Smolensker Kunststudios; 1938 bis 1941 Studium an der Gesamtrussischen Akademie der Künste in Leningrad;
1941 Flucht über das Baltikum nach Deutschland; hier Einzug zur Wehrmacht und bis 1950 sowjetische Kriegsgefangenschaft;
1950 bis 1953 Studium an der Werk- und Kunstschule in Braunschweig; bis 1965 freiberuflicher Maler in Wiesbaden, später in Frankfurt/Main; Mitglied der „Gruppe 50“;
Studienaufenthalte in Paris und Rom; Ausstellungen u.a. in Braunschweig, Wiesbaden, Klagenfurt, Baltimore, New York, Kassel, Berlin.
Ab 1971 bis zu seinem Tod 2005 lebte und arbeitete er in Kassel.
Weltweite Reisen inspirierten ihn zu kreativem Schaffen. Dynamischer Bildaufbau und abstrahierende Flächigkeit charakterisieren seine Arbeiten. Methodisches und Irrationales verbinden sich in dieser Malerei zu einem Ganzen. Graudin und sein Werk lassen sich dem Kreis der russischen Avantgarde im Exil zuordnen, zu deren führenden Vertretern er in persönlichem Kontakt stand.
 

 
 

Feuerwehr und Gesundheitsamt: DGK gut in Übung

Das DGK Diakonie Gesundheitszentrum Kassel ist auf „brenzlige“ Situationen vorbereitet: Als erstes Haus in Kassel mit Krankenhauseinsatzplan
Als erstes Krankenhaus in Kassel ist das DGK seit Januar auf alle denkbaren Unglücksfälle vorbereitet: Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Region Kassel und der Feuerwehr Kassel erarbeitete die Akutklinik genaue Abläufe, die bei einem unvorhergesehenen Ereignis einzuhalten sind. Die Arbeiten an dieser Art „Handbuch“, das die Handlungsanweisungen für Notfälle wie Brände oder die unerwartete Aufnahme von vielen Patienten gleichzeitig enthält, dauerten über ein Jahr: „Wir haben uns diesen Krankenhauseinsatzplan (KHEP) selbst erarbeitet, um das Projekt auf breite Füße zu stellen. Je mehr Menschen in unseren beiden Standorten Burgfeld-Krankenhaus und Diakonissen-Krankenhaus damit befasst sind, umso mehr sind im Ernstfall mit den Abläufen vertraut“, sagt Cornelia Reissner, Pflegedirektorin des DGK. Der KHEP wird dabei ständig weiter aktualisiert und das Personal durch Übungen und Schulungen fit gemacht und gehalten.

Von Anfang an ist viel Wert auf die enge Zusammenarbeit mit Gesundheitsamt und Feuerwehr gelegt worden. „Der Abstimmungsprozess vermeidet Reibungsverluste zwischen uns, der Feuerwehr und dem DGK“, bestätigt Dr. Markus Schimmelpfennig, Leiter der Abteilung Hygiene beim Gesundheitsamt Region Kassel. Brandinspektor Karsten Fischer, zuständig für die Koordination der KHEP bei allen Krankenhäusern in Kassel und Umgebung, ergänzt: „Die gute Zusammenarbeit lässt uns zuversichtlich in die Zukunft blicken, weil die gegenseitigen Erwartungen bekannt und aufeinander abgestimmt sind.“

Seit 1. Januar 2009 sind so genannte Krankenhauseinsatzpläne für alle Akut-Krankenhäuser gesetzlich vorgeschrieben. In Kassel betreuen diese das Gesundheitsamt Region Kassel, die Feuerwehr Kassel sowie für den Landkreis das Brandschutzamt des Landkreises Kassel. Die Pläne regeln das genaue Vorgehen für alle außergewöhnlichen Situationen, die innerhalb oder außerhalb eines Krankenhauses entstehen können. Dazu gehören etwa Brände, Massenanfall von Verletzten oder Ausfall der Trinkwasserversorgung oder Heizung. Für alle diese Fälle müssen sich die Kliniken organisatorisch, personell und von der Ausstattung her vorbereiten. Der Gesetzgeber fordert regelmäßige praktische Übungen: Das DGK hat seine letzte freiwillige Großübung im März 2007 mit der Evakuierung von vier Stationen absolviert, eine nächste ist für Anfang 2010 vorgesehen.

Diakonischer Zusammenschluss mit Unterschriften beurkundet

Kassel/Hessisch Lichtenau/Frankfurt am Main. „Gemeinsam sind wir stärker!“ Unter dieser Devise stellen sich die größten medizinischen Einrichtungen der Diakonie in Nordhessen neu auf. Ab dem 1. Januar 2009 rücken das DGK Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel gemeinnützige GmbH und die Orthopädische Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH enger zusammen. Das DGK Diakonie Gesundheitszentrum Kassel gemeinnützige GmbH schließt sich der Agaplesion gAG an, einem diakonischen Verbund von Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen. In der vergangenen Woche wurden die entsprechenden Verträge notariell beurkundet.

Die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus als Trägerin des DGK wird 20 Prozent der Gesellschaftsanteile an der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH übernehmen. Gleichzeitig nimmt LICHTENAU e.V, der Träger der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH, 20 Prozent der Gesellschaftsanteile am DGK in Besitz. Die Agaplesion gAG beteiligt sich mit 20 Prozent am DGK Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel gGmbH. Auch ein Engagement der Agaplesion gAG an der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH ist geplant.

Gemeinsames Ziel der Partner ist es, sich im zunehmend verschärfenden Wettbewerb des Gesundheitsmarktes besser für zukünftige Aufgaben zu rüsten.
Damit bleiben beide diakonischen Einrichtungen, LICHTENAU e.V. und die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus, jeweils Mehrheitsgesellschafter ihrer Häuser.

Wolfgang Mursa, Geschäftsführer des DGK Diakonie-Gesundheitszentrums Kassel gemeinnützige GmbH, geht zum 1. April 2009 in den Ruhestand. Neuer Geschäftsführer des DGK in Kassel wird zum 1. April 2009 Karl-Georg Dittmar. Gleichzeitig bleibt Dittmar Kaufmännischer Direktor von LICHTENAU e.V. sowie Geschäftsführer der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH.

Neuer Verwaltungsdirektor des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel wird mit Wirkung zum 1. April 2009 der Diplom-Kaufmann Jens Wehmeyer.
Ihnen zur Seite stehen im Vorstand von LICHTENAU e.V. Pfarrer Frank Illgen als Theologischer Direktor, als Geschäftsführer der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH Stefan Orth und in der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel Oberin Pfarrerin Katrin Wienold-Hocke und Vorsteher Pfarrer Karl Leonhäuser, der auch Theologischer Geschäftsführer des DGK ist.

In erster Linie soll die gegenseitige Beteiligung im Verbund mit der Agaplesion gAG beide Häuser im umkämpften Gesundheitsmarkt auch zukünftig im Wettbewerb bestehen lassen. Gleichzeitig sind engere Verbindungen zwischen den medizinischen Abteilungen beider Häuser geplant. Arbeitsgruppen sollen demnächst verschiedene Kooperationsmodelle für die Abteilungen prüfen und ein Konzept einer gemeinsamen Verwaltung erstellen. Hier wird sich nach abgeschlossener Prüfung und Entscheidung zeigen, welche Synergieeffekte entstehen und nutzbar gemacht werden können.

Hintergrund:

Das Kurhessische Diakonissenhaus Kassel ist eine gemeinnützige Stiftung mit einem Jugend- und Altenhilfebereich. Sie ist Mehrheitsgesellschafter des DGK Diakonie-Gesundheitszentrums Kassel gemeinnützige GmbH, dem einzigen evangelischen Krankenhaus in Kassel. Am traditionsreichen Standort Diakonissen-Krankenhaus hat es vor 125 Jahren als Krankenanstalt seinen Dienst aufgenommen. Inzwischen gibt das DGK, zu dem auch das Burgfeld-Krankenhaus gehört, rund 800 Menschen Arbeit, die etwa 11.000 Patienten stationär und 9.000 Patienten ambulant behandeln. Um auch in Zukunft den Patienten gute Pflege und modernste Medizin anzubieten, investiert die evangelische Einrichtung bis 2012 rund 120 Millionen Euro in ein ganz neues Krankenhaus und modernste Medizintechnik. Folgende Fachabteilungen sind im DGK untergebracht: Zentrum für klinische Geriatrie, Innere Medizin mit den Schwerpunkten Angiologie, Gastroenterologie und Kardiologie, Allgemein- und Gefäßchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Radiologie, Urologie sowie Anästhesie mit Schmerz- und Palliativmedizin. Weiter hält das DGK ein interdisziplinäres Gefäßzentrum vor.

LICHTENAU e.V. ist eine diakonische Komplexeinrichtung und betreibt stationäre und ambulante Rehabilitations- und Pflegeinrichtungen. Weiterhin ist der Verein LICHTENAU e.V. Hauptgesellschafter der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH. Die Klinik ist eine der führenden Fachkliniken für Orthopädie und Traumatologie im Bereich der Endoprothetik in Deutschland. Jährlich werden hier über 4.000 Patienten stationär und 6.500 Patienten ambulant versorgt. Die Klinik ist außerdem auf das Fachgebiet der Wirbelsäulenchirurgie spezialisiert und betreibt ein Querschnittgelähmtenzentrum. Desweiteren besteht eine Abteilung für Anästhesie. Eine weitere Gesellschaft ist das Nachsorgezentrum Lichtenau gGmbH, das den Patienten die ambulante, teilstationäre und stationäre Anschlussheilbehandlung anbietet und sie im Ambulanten Orthopädischen Zentrum AOZ Reha Vit professionell weiterbetreut. Insgesamt beschäftigt LICHTENAU e.V. in Nordhessen 1.040 Menschen. Hauptsitz ist das weitläufige Gelände „Am Mühlenberg“ in Hessisch Lichtenau.

Die Agaplesion gAG wurde im Juni 2002 gegründet. Sie bildet gemeinsam mit beteiligten diakonischen Unternehmen einen Verbund von 14 Krankenhäusern und 16 Altenpflegeeinrichtungen in ganz Deutschland. In dem Verbund sind zur Zeit 6.900 Menschen beschäftigt. Die Organisation hat sich den Erhalt und die Stärkung von diakonischen und sozialen Einrichtungen in einer zunehmend angespannten Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zum Ziel gesetzt. Mit der Integration von Agaplesion übernehmen die örtlichen Gesellschafter eine Mitverantwortung für den Verbund bei gleichzeitiger Erhaltung der Identität der einzelnen Einrichtungen zu ausschließlich gemeinnützigen Zwecken. So bleibt auch das DGK selbstständig und behält im Verbund mit der Agaplesion gAG Namen, Identität und Belegschaft.
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