Diakonie-Kliniken Kassel

 

Leistungen der Abteilung Gastroenterologie

 
 
Unser Schwerpunkt liegt auf folgenden gastroenterologischen Untersuchungen:

Gastroskopie

Die Magenspiegelung ist ein bewährtes und sicheres Verfahren, um Erkrankungen der Speiseröhre, des Magen und des oberen Dünndarms zu diagnostizieren.

Koloskopie

Die Darmspiegelung hilft uns, Erkrankungen des Dickdarms und des letzten Teil des Dünndarms zu diagnostizieren und Therapien einzuleiten.

Chromoendoskopie

Mit der Chromoendoskopie können wir während einer Magen- oder Darmspiegelung Gewebe anfärben. Veränderungen wie die Barrett Schleimhaut im Ösophagus oder aber Polypen im Dickdarm können damit besser sichtbar gemacht werden. Dies ermöglicht eine gezielte Probenentnahme oder die Größenbestimmung eines Adenoms. Dies ist wichtig, damit das Adenom komplett abgetragen werden kann.

Funktionstests

Mit Funktionstests wie dem H2 Atemtest können wir Nahrungsmittelunverträglichkeiten feststellen. Dieser Test dauert etwa 2 Stunden und ist sehr einfach. Erst wird ein Glas Wasser mit unterschiedlichem Zucker (z. B. Milchzucker, Fruchtzucker) getrunken, anschließend wird jede halbe Stunde in ein Gerät gepustet und so in der Atemluft der Wasserstoffwert bestimmt.

Dünndarmspiegelung

Mit der Magenspiegelung kann der Beginn des Dünndarms, mit der Dickdarmspiegelung kann das Ende des Dünndarms eingesehen werden. Dazwischen liegen aber ca 5-7 Meter Dünndarm, die besondere Ansprüche an das Endoskop und die Untersucher stellen. Mit dem dünnen und beweglichen Enteroskop können wir auch den Dünndarm spiegeln. Wenn dort Polypen, Engstellen oder Blutungen festgestellt werden, können diese Erkrankungen gleich behandelt werden.

 
 

ERCP

ERCP ist die Abkürzung für: Endoskopische Retrograde Cholangio- Pankreatikographie.
Diese Untersuchung ist bei Störungen des Gallen- oder Pankreasgangsystemes angezeigt, wenn diese voraussichtlich durch die Endoskopie behoben werden können.
Vom Untersuchungsablauf ähnelt die ERCP zunächst einer Magenspiegelung. Das Endoskop wird bis in den Zwölffingerdarm vorgeschoben. Dort liegt die „Papille“, eine kleine Schleimhautöffnung, an der der Gallengang und der Gang der Bauchspeicheldrüse in den Zwölffingerdarm münden. Eine seitliche Öffnung im Gerät ermöglicht es uns, in diesen Gang einen kleinen Katheter einzuführen. Anschließend wird der Gallen- oder Pankreasgang mit etwas Kontrastmittel gefüllt. Auf den dann angefertigten Röntgenbildern können wir erkennen, welche Störung vorliegt. So können Steine im Gallengang zertrümmert und entfernt, Engstellen gedehnt oder mit einem Stent überbrückt werden. Da als Komplikation der Untersuchung eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auftreten kann, führen wir diese Untersuchung nur durch, wenn wir eine Störung erwarten, die wir gleich behandeln können. In Zweifelsfällen lassen wir vorher eine MRCP durchführen. Diese Untersuchung ist bei der Radiologie Baunatal-Kassel möglich, die Sie auch bei uns in den Diakonie-Kliniken finden. Radiologie Baunatal-Kassel

Scope Guide

Das „Scope Guide System“ wird bei der Dickdarmspiegelung eingesetzt. Manchmal bildet sich während der Untersuchung im Dickdarm eine Schlinge, oder Verwachsungen erschweren die Untersuchung. Dann ist es für die Untersucher hilfreich, die genaue Lage des Endoskops im Körper zu kennen. Eine Möglichkeit ist die Durchleuchtung. Hierbei wird die Lage des Endoskopes mit Röntgenstrahlen sichtbar gemacht. Dies bedeutet aber eine Strahlenbelastung für den Patienten. Daher nutzen wir das strahlungsfreie „ Scope-Guide-System“: Dabei wird einfach ein Art Satellitenschüssel an die Untersuchungsliege geschoben. Das Gerät erzeugt magnetische Felder, die die Lage des Gerätes im Körper orten. Sie ist dann auf einem Bildschirm zu sehen. Das ermöglicht uns rasch eine Übersicht über Schlingen, Verwachsungen und die Gerätelage im Darm zu erhalten, ohne auf Durchleuchtungszeiten und damit einhergehende Strahlenbelastung achten zu müssen. Schwierige Untersuchungen sind so manchmal überhaupt erst möglich.
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