Unsere Anästhesieabteilung ermöglicht Ihnen Schmerzen unter der Geburt besser zu ertragen. Worauf das Team von Anästhesisten, Gynäkologen und Hebammen Wert legt, ist die rechtzeitige und ausführliche Information über diese Möglichkeit. Aufklärung tut Not, sagen auch Dr. Fiehn, Chefarzt Anästhesie der DKK und Dr. Fritz, Bereichsleiter Anästhesie in der Frauenklinik Dr. Koch: „Das merken wir an den Fragen und Ängsten, mit denen die Frauen zu uns kommen.
Sind die Zweifel durch intensive Information ausgeräumt, erleben wir oft, dass sich Frauen eine PDA wünschen“. Zwar könne sich in seltenen Fällen ein leichtes Taubheitsgefühl in den Beinen einstellen oder der Blutdruck abfallen, erklärt Dr. Fiehn, „das ist aber für viele Frauen kein Grund, auf dieses andere Geburtserlebnis zu verzichten, zumal ein Kaiserschnitt dadurch nicht wahrscheinlicher wird. Kinder, die unter einer PDA geboren werden, unterscheiden sich nicht von Kindern, deren Mütter andere Schmerzmittel bekamen.“
Die PDA ist eine Narkosetechnik zur Geburtserleichterung. Dabei wird nach einer örtlichen Betäubung im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule vorsichtig ein sehr dünner Kunststoffschlauch (Katheter) zwischen zwei Wirbelkörpern in den so genannten Periduralraum geschoben. Das Anlegen des Schmerzkatheters kann bis zu 20 Minuten dauern. Er ist am Rücken festgeklebt. So können bei Bedarf wiederholt Schmerzmittel gegeben werden, die genau dort ankommen, wo sie wirksam werden. Diese nehmen bereits nach einer Viertelstunde, nach dem der Katheter an Ort und Stelle ist, die größten Schmerzen. Viele Frauen beschreiben die Wehen anschließend nur noch als Ziehen und können – durch weniger Schmerzen weniger erschöpft – die Presswehen besser aushalten. So können Sie bei der Geburt besser mithelfen, um bald ihr Kind in die Arme schließen zu können.