Diakonie-Kliniken Kassel

 

Pressearchiv 2010


Winterausstellung in den Diakonie-Kliniken

Doppelschau „Nah und Fern“ von Ildiko Hajnal und Behrana Massoum wird am Sonntag, den 5. Dezember eröffnet

Die Diakonie-Kliniken Kassel zeigen ab Sonntag, den 5. Dezember 2010 um 12.00 Uhr wieder Kunst im Foyer. Das evangelische Krankenhaus lädt alle Interessierten, Patienten, Anwohner und Mitarbeiter herzlich zur Vernissage in sein Foyer im ersten Stock in der Herkulesstraße 34 ein: Gerade in der dunklen Jahreszeit wollen wir unseren Besuchern mit einem solchen künstlerischen Lichtblick Freude bereiten“, erklärt Pfarrer Karl Leonhäuser, Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken Kassel, die Absicht der Kunst an den Klinikwänden.

Diesmal zeigen die Malerin Ildiko Hajnal und der Künstler Berahna Massoum ihre Werke. Die geborene Ungarin und Kunsterzieherin Hajnal zeigt eine Auswahl ihrer Arbeiten der letzten Jahre. Mit leuchtend-kontrastreichen Farben in abstrakten, realen und surrealen Formen gestaltet sie ihre Gemälde, hier zum Thema Nah und Fern. Vielfältig wie ihre Themen sind auch die angewandten Techniken, von Aquarell, Acryl bis zu Ölbildern. Der in Afghanistan geborene Massoum zeigt Skulpturen und Kleinplastiken; die Einführung übernimmt Rüdiger Neukäter.


Zu den Künstlern:

Ildiko Hajnal
Geboren in Budapest, lebt seit 1964 in Kassel. Kunststudium in Budapest und Kassel.
1975 Promotion als Dr. phil.
1977 bis 2004 Kunsterzieherin.
Seit 1968 zahlreiche Ausstellungen.
Die Malerin zeigt eine Auswahl ihrer Arbeiten der letzten Jahre. Mit leuchtend-kontrastreichen Farben in abstrakten, realen und surrealen Formen gestaltet sie ihre Gemälde, hier zum Thema Nah und Fern. Vielfältig wie ihre Themen sind auch die angewandten Techniken, von Aquarell, Acryl bis zu Ölbildern.


Behrana Massoum
1958 in Kabul, Afghanistan, geboren.
1976 Verleihung des Kulturpreises des Afghanischen Kulturministeriums
1978 bis 1985 Studium an der Kunstakademie der UdSSR in Moskau
1985 Abschluss als Diplom-Bildhauer
1994 Deutsche Staatsbürgerschaft
2003 Überreichung der Plakette „Buddha Gandhara“ an das Buddhistische Oberhaupt, seine Heiligkeit, den Dalai Lama
1978 bis 2009 Ausgedehnte Studienreisen
1989 bis 2009 Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen
1998 bis 2010 öffentliche Aufträge in Deutschland, Frankreich, Türkei und Australien
Mitgliedschaften in der International Association of Art Afghanistan, Peace Association und Mahmud Tarzi Cultural Foundation

 

Jede 2. Frau in Nordhessen kann ihr Kind in einem Kreißsaal der Diakonie-Kliniken Kassel bekommen

Kauf der Klinik Dr. Koch soll das Leistungs-Portfolio der Diakonie-Kliniken optimieren und Platz während der Baumaßnahme schaffen

Mit der Zustimmung des Aufsichtsrats in seiner Sitzung am 16. November wurde das strategische Konzept für die Diakonie-Klinken beschlossen, nachdem bereits am 4. November der Kauf der Klinik Dr. Koch durch die Diakonie-Kliniken Kassel besiegelt worden war. Die Diakonie-Kliniken versprechen sich durch die Portfolio-Erweiterung bessere Chancen auf sinnvolles Wachstum. Man rechne damit, bald eine der größten Frauenkliniken Hessens entwickeln zu können. In einem Pressegespräch am Mittwoch, den 17. November, erläuterte Geschäftsführer Jens Wehmeyer den Betriebsübergang genauer. Zunächst solle sich für Mitarbeiter und Patienten wenig ändern.

Der Aufsichtsrat der Diakonie-Kliniken hat auf der Grundlage eines Beratungsprozesses ein medizinisches Konzept beschlossen, das folgende Eckpunkte vorsieht:

Neben der Geburtshilfe und Gynäkologie der Klinik Dr. Koch ist auch die Chirurgie der Klinik Dr. Koch für die Diakonie-Kliniken von großer Bedeutung. Die Gynäkologie und Geburtshilfe soll am Standort Klinik Dr. Koch konzentriert werden. Damit dies umgesetzt werden kann, muss der Kreissaal-Bereich von vier auf sechs Kreißsäle erweitert werden. Dies dauert etwas länger als eine Schwangerschaft.

Diese Konzentration der Frauenheilkunde soll auch im neuen Namen zum Ausdruck kommen: Die Klinik Dr. Koch wird zur „Frauenklinik Dr. Koch“.
Wenn dies erfolgt ist, kann die Kardiologie vom Standort Burgfeld-Krankenhaus an den Standort Diakonissen-Krankenhaus verlagert werden. Damit sind die drei inneren Abteilungen Allgemeine Innere mit Angiologie, Gastroenterologie und Kardiologie an einem Standort zum Wohle der Patienten vereint.

Die Chirurgie am Standort Diakonissen-Krankenhaus soll ausgebaut werden – wir informierten hierüber bereits am 2. November 2011 - einerseits durch die Ernennung des neuen Chefarztes Dipl.-Med. Eberhard Gliesing,
anderseits durch die Kooperation mit den bisherigen chirurgischen Belegärzten der Klinik Dr. Koch.
Die Integration beider Häuser soll weiter mit Augenmaß vorangetrieben werden. Wichtig sei, alle an Bord zu holen, die es betreffe, erklärt Wehmeyer. Ausführliche Informationen seien bereits an die direkt betroffenen Mitarbeiter in der Frauenheilkunde gegangen. In Mitarbeiterversammlungen werde weiter die Belegschaft über die Details informiert. Für die Ausgestaltung im Einzelnen werden nun Projektgruppen installiert, die ihre Arbeit kurzfristig im Januar aufnehmen sollen.

Der bisherige Geschäftsführer der Klinik Dr. Koch, Rolf Kliche, wird aus persönlichen Gründen nicht weiter als Geschäftsführer in den Diakonie-Kliniken zur Verfügung stehen.

Über den Kaufpreis, der im unteren einstelligen Millionenbereich liegt, wurde mit den Verkäufern Stillschweigen vereinbart. Ein Darlehen zur anteiligen Finanzierung wird von dem christlichen Krankenhauskonzern AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft zur Verfügung gestellt, der bereits 40 Prozent an den Diakonie-Klinken hält. AGAPLESION ist der größte christliche Verbund von Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen in Deutschland. In der Klinik Dr. Koch arbeiten rund 150, in den Diakonie-Kliniken etwa 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Diakonie-Kliniken sind eine der größten medizinischen Einrichtungen in Nordhessen. Mit künftig drei Standorten – Diakonissen-Krankenhaus, Burgfeld-Krankenhaus und Frauenklinik Dr. Koch - ist sie eine der modernsten Kliniken Kassels. Jedes Jahr suchen in der größten medizinischen Einrichtung der Diakonie in Nordhessen rund 22 000 Patienten, ambulant wie stationär, Hilfe und Heilung. Die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel hält mit 60 Prozent die Mehrheit der Gesellschafteranteile; der christliche Krankenhauskonzern AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft ist mit 40 Prozent beteiligt.

Die Klinik Dr. Koch wurde 1954 gegründet und bietet die medizinischen Disziplinen Geburtshilfe, Gynäkologie und Chirurgie. Jährlich werden hier rund 6.500 Patienten stationär und ambulant behandelt. Mit rund 1300 Babys, die hier jährlich das Licht der Welt erblicken, ist das 80-Betten-Haus eine der größten Geburtskliniken in der Mitte Deutschlands.

Daten und Fakten

Klinik Dr. Koch

1954 von Dr. Erich Koch und seiner Frau Maria gegründet
Es ist Kassels einziges Krankenhaus östlich der Fulda

• Ein Standort in der Pfarrstrasse

149 Mitarbeiter im Umfang von ca. 100 Vollzeitstellen
80 Betten, davon
• 58 Gyn./Geb.
• 22 Chirurgie

23 Belegärzte laut Anlage
• 9 Gyn./Geb.
• 11 Chirurgie
• 3 Anästhesie

Diakonie-Kliniken Kassel

1883 am Standort Diakonissen-Krankenhaus erbaut

Aus der Fusion mit dem Burgfeld-Krankenhaus und dem Diakonissen-Krankenhaus ging 2001 das Diakonie-Gesundheitszentrum hervor, das seit 2009 „Diakonie-Kiniken Kassel gGmbH“ heißt

• Ein Standort in der Herkulesstrasse (Diakonissen-Krankenhaus)
• Ein Standort in der Wigandstrasse (Burgfeld-Krankenhaus)

Rund 800 Mitarbeiter (einschließlich Ehrenamtliche), 474 Vollzeitkräfte
355 Betten (plus 10 Geriatrische Tagesklinik)
davon

• 78 Chirurgie mit
o Gefäßchirurgie
o Allgemeinchirurgie
• 163 Innere Medizin mit
o Allgemeine Innere und Angiologie
o Gastroenterologie
o Kardiologie (Burgfeld-Krankenhaus)
• 4 Urologie
• 50 Gynäkologie und Geburtshilfe
• 60 Zentrum für Klinische Geriatrie (Burgfeld-Krankenhaus)
• 10 Tagesklinik für Geriatrie
 

 

Diakonie-Kliniken Kassel ordnen die Chirurgie neu

Dipl.-Med. Eberhard Gliesing wird Chefarzt und baut Angebot aus

Die Chirurgie der Diakonie-Kliniken Kassel wird zu einer Klinik für Viszeral- und Unfallchirurgie ausgebaut. Das sieht ein Medizin-Konzept vor, das vor kurzem verabschiedet wurde und über das die Mitarbeiter bereits informiert worden sind. Bislang bestand eine Kooperation mit dem Elisabeth-Krankenhaus, mit dem sich die Diakonie-Kliniken den Chefarzt der Chirurgie, Dr. Armin Brüggemann, „teilte“. Dieser Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Diese Situation bot die Möglichkeit, diese medizinische Leistung am Standort Diakonissen-Krankenhaus neu auszurichten und zu intensivieren: „Wir wollen unseren Schwerpunkt Bauchchirurgie noch deutlicher als bislang umsetzen und ihn durch die Hinzunahme von Gemeinschaftspraxen um die Unfallchirurgie ergänzen. Mit unserer neuen zentralen Notaufnahme (ZNA) und Intensivstation sowie den modernen OPs sind wir bestens gerüstet für Notfälle, die solche Operationen erforderlich machen“, erklärt Geschäftsführer Jens Wehmeyer. Chefarzt wird ab 1. Januar 2011 Dipl.-Med. Eberhard Gliesing, der am 12. Januar 2011 feierlich in der Mutterhauskirche des Kurhessischen Diakonissenhauses eingeführt werden soll. Gleichzeitig danken die Diakonie-Kliniken Dr. Brüggemann und dem Elisabeth-Krankenhaus für die bisherige Zusammenarbeit.
Gliesing ist bereits seit 2006 als Chirurg in den Diakonie-Kliniken tätig. Er soll die Abteilung sowohl neu ausrichten als auch das operative Spektrum erweitern. Schwerpunkte sind Operationen an der Schilddrüse, am Magen/Darm-Trakt, proktologische Eingriffe, Operationen bei Gallensteinen, Sodbrennen und Bauchwandbrüchen. Es besteht ein breites Angebot an minimal-invasiven Eingriffen: Beispielsweise kann die Beseitigung aller Formen von Zwerchfell- und Bauchwandbrüchen mit dieser Technik angeboten werden.

Aufbauend auf das gute Miteinander mit der renommierten Gefäß-Chirurgie soll die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den anderen Kliniken weiterentwickelt werden; so besteht eine enge Kooperation mit der Klinik für Gastroenterologie von Dr. Hubert Sostmann. Gemeinsam sind die beiden Disziplinen Mitglied im „Tumornetz Darmkrebs Nordhessen“ (TDN). Im Bereich der Proktologie ist eine intensivere Zusammenarbeit mit der Frauenklinik unter Dr. Ralf Bentler in Sachen Beckenboden und Inkontinenz geplant: In diesem Zusammenhang wird die Sakralnerv-Stimulation bei analer Inkontinenz als neue OP-Methode etabliert.

Zusätzliche Kooperationen mit vier Facharztpraxen erweitern das chirurgische Spektrum um die Unfallchirurgie und Orthopädie. Die kontinuierliche Betreuung der Patienten ist durch die angebundene chirurgische Gemeinschaftspraxis, die Gliesing gemeinsam mit zwei erfahrenen Fachärzten in der Kasseler Innenstadt betreibt, sowie den klinikeigenen Fach-Ärzten sichergestellt.
 

 
 
 

Vom Klinikchef zum Weltenbummler

Wolfgang Mursa berichtet auf einer Benefizveranstaltung für die Diakonie-Kliniken über seine Weltreise im Ruhestand

Der Verein der Freunde und Förderer der Diakonie-Kliniken lädt in diesem Herbst zu einer Bilanz der anderen Art ein: Der ehemalige kaufmännische Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken Kassel, Wolfgang Mursa, berichtet am Mittwoch, den 27. Oktober 2010 um 19.00 Uhr über seine 208 Tage dauernde Weltreise, die er mit seiner Frau nach der Verabschiedung in den Ruhestand am 31. März 2009 angetreten hatte. Sie führte ihn nach Kanada, USA, Peru, Brasilien, Argentinien, Chile, Neuseeland und Australien. Im Mittelpunkt seines Vortrags mit Bildern stehen Kanada und die Westküste der USA. Der Eintritt ist frei, alle Freunde des Hauses, Nachbarn und Mitarbeiter sind herzlich eingeladen. Dazu zeigt er Fotos im Festsaal des Diakonissenhauses, Goethestrasse 85, und wird die Globalisierung auf seine ganz eigene Hamburger Art ins Mutterhaus bringen.

Der Diplom-Betriebswirt Wolfgang Mursa war Geschäftsführer des damals noch DGK Diakonie-Gesundheitszentrums Kassel und Verwaltungsdirektor der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus. Der gelernte Reederei-Kaufmann hat acht Jahre lang die Geschicke der Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus und des Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel wesentlich mitbestimmt. Mursa hat neben dem Ausbau der Stiftung entscheidend am Gesicht der neuen Klinik mitgearbeitet und die Entscheidung zu dem Mammut-Projekt vorangetrieben. Das Reisen sah er als gelungenen Einstieg in die Rente: In den Jahren seines Managements war seine Frau in Hamburg wohnen geblieben, während er in Kassel die Kliniken leitete. „Es war Zeit, gemeinsam etwas zu erleben“, blickt er auf die Fernbeziehung zurück. Außerdem sei es eine schöne Erfahrung, dass es auch ohne Arbeit gehe, sagt Mursa weiter. Besonders freue er sich aber auf das Wiedersehen mit den vielen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen und darauf, dem Krankenhaus noch etwas Gutes dabei zu tun.

Der Verein der Freunde und Förderer wurde 2004 gegründet. Inzwischen engagieren sich mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ehemalige Patientinnen und Patienten oder deren Angehörige und andere sozial eingestellte Bürger für die Idee, dem Krankenhaus über das normale Maß hinaus Gutes angedeihen zu lassen. Dazu gehört unter anderem die künstlerische Ausgestaltung des Neubaus, aber auch Anschaffungen wie Bilder für die Patientenzimmer, um den Aufenthalt für die anvertrauten Menschen und die Arbeit für die Mitarbeiterschaft noch schöner zu machen. So wurden zum Beispiel die Neubau-Balkone vom Förderverein modern und ansprechend möbliert, um Patienten zum Verweilen im „Klinik-Balkonien“ einzuladen.
 

 

Inkontinenz-OP: In 15 Minuten von naß auf trocken

Weltweit erste Patientin nach neuester Methode in den Diakonie-Kliniken Kassel durch Dr. Ralf Bentler von Blasensenkungsleiden befreit

In den Diakonie-Kliniken Kassel ist die weltweit erste Patientin mit der TVT-Abbrevo®-Methode behandelt worden. Dabei ist die 76-Jährige während der 15 Minuten dauernden OP von den Beschwerden einer massiven Blasenschwäche (Inkontinenz) befreit worden. Ihr Operateur, der Chefarzt der Frauenklinik, Dr. Ralf Bentler, gilt deutschlandweit als einer der großen Spezialisten auf dem Gebiet der Urogynäkologie: „Wir sind stolz darauf, dass wir hier diese Premiere feiern konnten: Unsere Patientin hat das Diakonissen-Krankenhaus nach fünf Tagen beschwerdefrei verlassen können.“ Die Neuheit wird am 6. Oktober 2010 in einem Pressegespräch auf der Jahrestagung der DGGG Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie & Geburtshilfe in München vorgestellt werden.

Die neue Methode hat einen entscheidenden Vorteil: Das neueste Netz der Marke Gynecare TVT Abbrevo ist wesentlich kürzer als seine Vorgänger und dadurch mit weniger Belastungen für die Patientinnen verbunden. Es kann an einer anderen Stelle als bislang im Muskelgewebe befestigt werden. Der Heilungsprozess verläuft schneller und beschwerdefreier, weil das Einnähen der Gewebestütze an dieser unproblematischeren Stelle erfolgt: Dort wird es weniger von den Trägerinnen wahrgenommen.

Entwickelt worden ist TVT-Verfahren von Professor Jean de Leval von der Uniklinik Lüttich in Belgien und dem Unternehmen Ethicon Women’s Health & Urology (J&J MEdical GmbH). Die Erfolgsrate liege wie bei des TVT-Verfahrens bei fast 90 Prozent, die intraoperative Komplikationsrate sei gleich Null gewesen, sagt Bentler. Der stationäre Aufenthalt für eine solche OP in Kassel wird bei vier bis fünf Tagen liegen. Bis Anfang Oktober haben sich drei Frauen von Dr. Bentler auf diese Weise von ihrer Blasen-Inkontinenz befreien lassen.
Dr. Ralf Bentler, 54, arbeitet seit 20 Jahren am Diakonissen-Krankenhaus der Diakonie-Kliniken Kassel, davon 15 Jahre lang mit innovativen Techniken der Urogynäkologie. 2004 hat er als erster in Deutschland das TVT-O-Verfahren angewendet. Das neue Abbrevo-Verfahren eignete er sich diesen Sommer während eines Studienaufenthaltes in Toronto, Canada, an. Der Hochspezialist in Sachen Urogynäkologie ist Lehroperateur und Mitglied der „Pelvic Floor Akademie Deutschland“, einer Vereinigung der führenden Experten in Sachen Beckenboden der Frau. Seit rund drei Jahren gehört er zum Beckenbodenzentrum Südhessen und betreibt eine urogynäkologische Sprechstunde in Michelstadt. Bentler operiert in Kassel, Darmstadt und Erbach.
 

 

“Flickwerk“ aus Helsa ziert Klinik-Wände

Mit einer neuen Ausstellung starten die Diakonie-Kliniken Kassel in den Kultur-Herbst: Am Freitag, den 3. September um 16.00 Uhr stellt die Quiltgruppe „Die flinken Nadeln“ insgesamt 40 ihrer Arbeiten der Öffentlichkeit vor. Ihr Handwerk erlernte die Gruppe aus 13 Damen überwiegend in Kursen der Volkshochschule Kassel. Das evangelische Krankenhaus lädt alle Interessierten, Patienten, Anwohner und Mitarbeiter herzlich zur Vernissage in sein Foyer im ersten Stock in der Herkulesstrasse 34 ein: „Wir hoffen, dass es uns auch mit dieser Schau gelingt, noch mehr Farbe und Lebendigkeit in die neuen Räume zu bringen“, unterstreicht Pfarrer Karl Leonhäuser, Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken Kassel, die Motivation für die Kunst an Klinikwänden.

Ein Quilt ist eine gesteppte Decke aus drei Lagen, einer Schauseite aus bunten Stoffstücken, einem Vlies und einer Rückseite. Die gezeigte Auswahl an traditionellen und zeitgenössischen Patchworkdecken, die als Decke oder Wandbehang funktionieren, bilden damit die erste „textile“ Ausstellung am Diakonissen-Krankenhaus. Die Ausstellung ist bis zum 21. November zu sehen. Die Einführung in ihre Arbeiten übernehmen Ursula Nödler und Erika Schöneberg, für die musikalische Umrahmung sorgt Karlheinz Knobloch.
Auf unserem Bild zu sehen sind:



Erika Schöneberg (l.), Patchworkerin seit 2003, mit ihrem Mann Otto Schöneberg, der beim Aufhängen des Quilts „Hexagon“ (1,60 X 1,40m) im Foyer des Diakonissen-Krankenhauses kräftig mithilft. Diakonisse Sr. Anni Traube bewundert die Arbeiten schon vor der Ausstellungseröffnung am 3. September um 16.00 Uhr. Foto: Diako/nh

 

Diakonissenhaus ehrt Treue von Mitarbeitern

Ehrung langjähriger Mitarbeiter mit dem „Silbernen Kronenkreuz“

Das Kurhessische Diakonissenhaus ehrt 29 langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Silbernen Kronenkreuz der Diakonie: am Sonntag, den 29. August 2010, wird die Auszeichnung der Diakonie verliehen. Sie soll Kolleginnen und Kollegen besonders würdigen, die seit mindestens 15 Jahren in den Krankenhäusern der Diakonie-Kliniken Kassel, in der Jugend- oder der Altenhilfe arbeiten.

Die Verleihung erfolgt im Gottesdienst in der Mutterhaus-Kirche, Goethestrasse 85 um 10.00 Uhr. Im Anschluss gibt es beim Mittagessen Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen. Der Vorsteher des Kurhessischen Diakonissenhauses, Pfarrer Karl Leonhäuser, der Verwaltungsdirektor Jens Wehmeyer sowie die Oberin Pfarrerin Katrin Wienold-Hocke werden die Kronenkreuze überreichen. „Wir sind dankbar, dass so viele Mitarbeiter dem Haus so lange verbunden sind. Von so viel Kontinuität und Treue profitieren unsere Patienten, unsere Heimbewohner sowie die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen“, begründet Leonhäuser diese besondere Art der Wertschätzung.

Die Gewürdigten heißen in alphabetischer Reihenfolge: Dorata Abramowicz, Akyol Altun, Gudrun Bader, Lydia Constantine, Bettina Danziger, Marion Dewalsky, Susanne Fischer, Svenja Geibel, Gabriela Heyder, Heidi Humburg, Elisabeth Janicki, Werner Keite, Gabriele Kiehlborn, Holger Kleinhans, Carmen Kohl, Ilona Kühnel-Lampey, Manuela Löwer, Judith Lorenz, Heike Meier, Petra Meyer, Valentina Nagrelli, Anette Pröger-Rothacker, Wolfgang Reisenauer, Annette Schellhase, Elvira Schkuta, Zofia Schwert, Marina Teske, Christa Waldeck und Ilka Wiegand.

Zur Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel gehören die Diakonie-Kliniken Kassel mit dem Burgfeld-Krankenhaus und dem Diakonissen-Krankenhaus. Hier behandeln und pflegen etwa 800 Mitarbeiter rund 22 000 Patienten im Jahr. Ebenfalls dazu gehören ein Altenhilfebereich mit dem Alten- und Pflegeheim „Haus Salem“ in Kassel und dem Marie-Behre-Altenhilfezentrum in Baunatal-Guntershausen sowie ein Jugendhilfebereich mit dem Kinder- und Jugendheim im Kleinen Holzweg und zwei Tageseinrichtungen für Kinder. Das Mutterhaus ist geistliche Heimat von fast 50 Schwestern. In der Komplexeinrichtung arbeiten rund 1000 Menschen haupt- oder ehrenamtlich.

 
 

„Raum der Zuversicht“ für Besucher von Intensivpatienten im Diakonissen-Krankenhaus

Neuartiges künstlerisches Konzept soll „Spirituelles Warten“ ermöglichen – am Samstag werden Raum und Konzept vorgestellt

Die Diakonie-Kliniken Kassel haben auf ihrer neuen Intensivstation eine Neuheit zu bieten, die ihresgleichen sucht: Der “Raum der Zuversicht“ vereint den klassischen Warteraum mit spirituellen Elementen und der Idee des Ortes, an dem auch Abschied genommen werden kann. Die Idee kam vom Pflegepersonal des Diakonissen-Krankenhauses selbst. „Viele hatten schon lange den Wunsch, den Angehörigen in ihrer Sorge und Not einen behüteten Ort anbieten zu können, an dem sie sich zurückziehen, nachdenken oder einfach auch nur Warten oder beten können“, sagt der Ärztliche Direktor Dr. Andreas Fiehn. Unterstützt wurde der beauftragte Baukünstler Werner Krömeke vom Ärztlichen Direktor Dr. Andreas Fiehn, dem Baukoordinator der Kliniken und dem Klinik-Seelsorger Pfarrer Ekkehard Raum.

Nun soll der Raum am Samstag, den 21. August zwischen 14.00 und 17.00 Uhr der Öffentlichkeit im Rahmen des „Kunst+Kultur-Rundgangs“ im „Vorderen Westen“ vorgestellt werden. In der jüngsten Ausgabe der Hauszeitschrift der Diakonie-Kliniken, „Auftrag und Dienst“, war zu Spenden für dieses Projekt aufgerufen worden. Dank dieser Spenden war dem einzigen evangelischen Krankenhaus in Kassel die Umsetzung dieses kleinen Hoffnungspoles vor dem Eingang zu der hochtechnisierten und modernen Intensivstation möglich geworden.

Hintergrund
Die Architektur des Raumes des Kasseler Architekten Werner Krömeke steht unter dem Motto „Licht spendet Hoffnung“. In den geborgenen Raum dringt aus drei Quellen das strahlende Licht. Ein Deckensegel bildet einen hellen Himmel, 3 große Bilder öffnen den Raum wie Fenster in eine lichte Weite und als Blickfang öffnet sich die Stirnwand hinter 3 leuchtend grünen kugelförmigen Bäumen. Diese Licht durchflutete Wand ist überzogen mit einem Textfeld aus der Heiligen Schrift über das Licht. Surreal erscheinen darin die kreisrunden Durchblicke in die städtische Umgebung.

Die drei fensterähnlichen Bilder auf dunklem Hintergrund öffnen den Raum in eine imaginäre phantastische Welt. Die von Licht durchflutete sphärische Welt ist inspiriert von wachsender - für unser Auge sonst unsichtbare - kleiner Pflanzenwelt.

Von unbekannter Stelle dringt dezent Musik in den Raum, die das Besondere dieses Raumes unterstützt. Die Anordnung der Sitzmöbel erzeugt kein Besprechungsatmosphäre, sondern stille Besinnung.
Im Umfeld der eher funktional ausgerichteten Klinikwelt erscheint dieser Raum als eine wohltuende Ergänzung. So entstand ein Raum, der die christliche Grundüberzeugung nicht verleugnet und gleichzeitig für jede Konfession offen bleibt. Der Raum vermittelt Zuversicht, Hoffnung und Behütetsein und lädt die Wartenden ein, vielleicht mit einem hoffnungsvolleren Blick in die Zukunft zu schauen.
Mit diesem Raum zeigen die Diakonie-Kliniken Kassel ihr ganzheitliches Verständnis vom Menschen: Leib und Seele gehören zusammen.

 

Diakonie-Kliniken Kassel bauen Partnerschaft mit Gesundheitskonzern AGAPLESION aus

Die Überkreuzbeteiligung mit der Trägerin der Orthopädischen Klinik Hess. Lichtenau, Lichtenau e.V., wird aufgelöst

Die Diakonie-Kliniken Kassel wollen künftig noch stärker mit dem größten christlichen Gesundheits-Konzern AGAPLESION gAG zusammenarbeiten. Dieser wird seinen Anteil an Kassels größtem gemeinnützigen Krankenhaus von 20 auf 40 Prozent erhöhen. Dies haben die Aufsichtsgremien in ihren turnusmäßigen Sitzungen beschlossen. Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen auch finanziell an den Diakonie-Kliniken. So wird die geplante Übernahme der Klinik Dr. Koch möglich. „Wir wollen noch mehr von dem Verbund profitieren und Dinge gemeinsam umsetzen.“ Dies könne, erklärt Pfarrer Karl Leonhäuser, Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken, etwa auch durch die Integration des Agaplesion-Logos im eigenen Marken-Auftritt sichtbar werden.

In den fast zwei Jahren Partnerschaft habe man die Verbindung mit dem bundesweiten Gesundheitskonzern mit Sitz in Frankfurt als „lernendes System auf allen Geschäftsführerebenen erlebt“, so Leonhäuser weiter. So verwende man bereits gemeinsame Bilanzrichtlinien, um Optimierungspotenziale auszuschöpfen. „In dem größten diakonischen Krankenhaus-Verbund Deutschlands und seinen Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen mit christlichem Profil fühlen wir uns gut aufgehoben“, bewertet Geschäftsführer Jens Wehmeyer die Intensivierung der Kooperation.

Dem erweiterten Engagement vorausgegangen war die Rückabwicklung der Überkreuzbeteiligung mit dem diakonischen Verein Lichtenau e.V, der die Orthopädische Klinik in Hess. Lichtenau und andere Einrichtungen betreibt. Dieser hat sich auf Grund einer schwierigen finanziellen Situation zu dem Schritt entschlossen, als sich herausstellte, dass er die im Rahmen der Beteiligung getroffenen Zusagen nicht würde halten können. „Als uns Lichtenau gebeten hat, sie aus den Verpflichtungen zu entlassen, mussten wir dem mit großem Bedauern zustimmen. Wir halten es nach wie vor für sinnvoll, wenn die diakonischen Krankenhäuser in Nordhessen kooperierten“, so Leonhäuser. Seit dem Beschluss der Überkreuzbeteiligung im Oktober 2008 wurden verschiedene gemeinsame Projekte geprüft, aber noch nicht etabliert. Als Lichtenau e. V. seinen Rückzug beschloss, bot man diese Anteile dem zweiten Partner Agaplesion an, die dieser gerne annahm.

Die Diakonie-Kliniken Kassel sind eine der größten medizinischen Einrichtungen in Nordhessen. Bis 2013 entsteht am Diakonissen-Krankenhaus, das seit mehr als 125 Jahren an diesem Standort besteht, eine der modernsten Kliniken Kassels. Jedes Jahr suchen – wie auch im Burgfeld-Krankenhaus - rund 22 000 Patienten, ambulant wie stationär, Hilfe und Heilung. Mehr als 700 neue Erdenbürger erblicken hier das Licht der Welt. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen ihre Kraft in den Dienst am Menschen – gemäß dem christlichen Leitbild. Die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel hält mit 60 Prozent die Mehrheit der Gesellschafteranteile, der christliche Krankenhauskonzern AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft ist mit 40 Prozent beteiligt.

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main wurde 2002 gegründet, um christliche und soziale Einrichtungen vor Ort zu stärken und zukunftsfähig zu gestalten. Zu dem modernen Gesundheitskonzern gehören bundesweit 80 Einrichtungen, darunter 22 Krankenhäuser sowie 32 Senioren- und Pflegeeinrichtungen. 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für patientenorientierte Medizin und eine Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Die AGAPLESION gAG versorgt in ihren Krankenhäusern mit rund 5.100 Betten über 214.000 Patienten. Die Seniorenzentren bieten über 3.600 Betten in der Pflege und zusätzlich 810 betreute Wohnungen. Der Jahresumsatz des Konzerns liegt bei 620 Millionen Euro.

LICHTENAU e.V. ist eine diakonische Komplexeinrichtung und betreibt stationäre und ambulante Rehabilitations- und Pflegeinrichtungen. Weiterhin ist der Verein LICHTENAU e.V. Hauptgesellschafter der Orthopädischen Klinik Hessisch Lichtenau gGmbH. Die Klinik ist eine der führenden Fachkliniken für Orthopädie und Traumatologie im Bereich der Endoprothetik in Deutschland. Jährlich werden hier über 4.000 Patienten stationär und 6.500 Patienten ambulant versorgt. Die Klinik ist außerdem auf das Fachgebiet der Wirbelsäulenchirurgie spezialisiert und betreibt ein Querschnittgelähmtenzentrum. Desweiteren besteht eine Abteilung für Anästhesie. Eine weitere Gesellschaft ist das Nachsorgezentrum Lichtenau gGmbH, das den Patienten die ambulante, teilstationäre und stationäre Anschlussheilbehandlung anbietet und sie im Ambulanten Orthopädischen Zentrum AOZ Reha Vit professionell weiterbetreut. Insgesamt beschäftigt LICHTENAU e.V. in Nordhessen 1.040 Menschen. Hauptsitz ist das weitläufige Gelände „Am Mühlenberg“ in Hessisch Lichtenau.
 

 

Höchste Auszeichnung der Diakonie an sechs Frauen

An sechs Frauen, die sich durch langjährigen Dienst in der Diakonie verdient gemacht haben, hat der Landespfarrer für Diakonie, Dr. Eberhard Schwarz, während eines Festgottesdienst in der Friedenskirche am Sonntag, dem 20. Juni, die Goldenen Kronenkreuze der Diakonie verliehen. In der Festpredigt ging Pfarrer Michael Becker auf die Entdeckung der Menschlichkeit ein, und genau darum ginge es in der Diakonie, betonte der Landespfarrer Schwarz, bevor er den Mitarbeiterinnen aus den Diakonie Kliniken und dem Kurhessischen Diakonissenhaus gratulierte und das Konenkreuz ans Revers heftete. Anschließend feierten die Geehrten weiter bei einem gemeinsamen Mittagessen im Mutterhaus, wo das 146. Jahresfest traditionell mit der Festversammlung weiterging.

Vor der Friedenskirche stellten sich die ausgezeichneten – im doppelten Sinne – Mitarbeiterinnen gerne für ein Foto zur Verfügung: Jutta Westendorf, Heike Tietz, Heike Hunold, Christa Löber und Ursula Fahnert (auf der Bank v.l.n.r.) und Michaela Thiel-Mey (hinten), eingerahmt vom Landespfarrer für Diakonie Dr. Eberhard Schwarz, Oberin Pfarrerin Katrin Wienold-Hocke und dem Vorsteher des Kurhessischen Diakonissenhauses, Pfarrer Karl Leonhäuser (v.l.n.r.). Foto: Diakonissenhaus/nh.
 

 
 
 
 

Fiehn und Vogt geben medizinisch den Ton an

Der neue ärztliche Direktor, Dr. med. Andreas Fiehn und sein Stellvertreter Prof. Albrecht Vogt werden am Sonntag eingeführt

Nach der Berufung durch den Aufsichtsrat der Diakonie-Kliniken werden jetzt der neue Ärztliche Direktor, der Chefarzt für Anästhesie Dr. Andreas Fiehn (54) und sein Stellvertreter, der Chefarzt für Kardiologie, Prof. Albrecht Vogt (59), in einem Gottesdienst in der Mutterhauskirche am Sonntag, den 13. Juni, um 10.00 Uhr offiziell in ihr Amt eingeführt. Die Chefarzt-Versammlung hatte bereits im Februar den beiden Ärzten ihr Vertrauen ausgesprochen. Zuvor hatte der Geriater Dr. Heinz-Jürgen Harhoff (52) mehr als sechs Jahre das Amt inne; Fiehn war in den vergangenen beiden Jahren sein Stellvertreter. Der Ärztliche Direktor gehört neben Geschäftsführer Jens Wehmeyer und der Pflegedirektorin Cornelia Reissner zur Krankenhausbetriebsleitung der Diakonie-Kliniken Kassel. Fiehn ist seit vier Jahren als Chef-Anästhesist am Diako, Vogt übernahm im Jahr 2001 die Kardiologie.

Informationen zu den Ärzten:
Vita

Dr. med. Andreas Fiehn, MBA

Geboren 1955 in Berlin, verheiratet, 4 Kinder
Studium der Humanmedizin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (1978-1984), klinische Ausbildung zum Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin an mehreren Kliniken der Maximalversorgung (1984-1989), Auslandsaufenthalte in den USA (1993) und Indien (2000 und 2002), Mitglied mehrerer nationaler und internationaler Fachgesellschaften sowie Mitglied des Editorial Boards der Annals of Cardiac Anaesthesia.

Studium an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der FH Osnabrück mit Abschluss eines Master of Business Administration (MBA)
Health Management (2003 – 2005) sowie Lehrauftrag für Gesundheitsökonomie (seit 2006); EFQM Assessor 2005 (European
Foundation for Quality Management); Geschäftsführender Gesellschafter des Beratungsunternehmens im Gesundheitswesens FFT Management. Health oHG mit Sitz in Stuttgart (seit 2005).
Seit 2006 tätig als Chefarzt der Anästhesie, operativen Intensivmedizin und Schmerztherapie an den Diakonie-Kliniken Kassel, Standort Diakonissen-Krankenhaus.


Vita

Prof. Dr. med. Albrecht Vogt

Geboren 1950 in Frankfurt, verheiratet, drei Kinder
Studium der Humanmedizin in Göttingen und Freiburg (1969-1975)
Staatsexamen in Göttingen (1975)
Approbation als Arzt (1976), bis Ende 1977 als Stabsarzt bei der Bundeswehr
1978 bis 1987 Assistenzarzt der Medizinischen Universitätsklinik Göttingen, Abteilung Kardiologie und Pulmonologie
1986 Anerkennung als Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, 1987 Habilitation
1987 bis Februar 2000 erster Oberarzt und Stellvertreter des Chefarztes des Medizinischen Klinik II des Klinikums Kassel, bis 2001 deren kommissarischer Leiter nach dem Tod von Prof Dr. Med. Karl-Ludwig Neuhaus

Seit März 2005 Chefarzt Invasive Kardiologie am Burgfeld-Krankenhaus

Wissenschaftliche Beiträge:

Studien zur Behandlung des Herzinfarktes mit Thrombolyse und Coronarintervention
Versorgungsforschung in der interventionellen Kardiologie
Vorsitzender der Hessischen Fachgruppe Kardiologie
Mitglied der Projektgruppe Qualitätssicherung und Versorgungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie
Mitglied der Bundesfachgruppe Kardiologie der BQS bzw. bei AQUA-Institut Göttingen
 

 

Diakonie-Kliniken Kassel punkten in der Focus-Ärzteliste 2010

Chefarzt Prof. Thomas Bürger als einziger Spezialist für Gefäßchirurgie aus Hessen gelistet

In die neueste Ärzteliste des Nachrichten-Magazins Focus vom Montag, den 31. Mai 2010, wurde der Chefarzt der Diakonie-Kliniken, Prof. Thomas Bürger, als einziger aus Hessen in eine Liste von insgesamt 25 Gefäß-Spezialisten aus ganz Deutschland aufgenommen. Ärztliche Kollegen wie auch Patienten beteiligten sich an der Focus-Befragung und empfahlen den 51-Jährigen als besonders kundig auf den Gebieten „Gefäßinfektionen, das Schultergürtel-Kompressions-Syndrom und die Therapie von Aneurysmen“ (Focus). Eine weitere Stärke Bürgers ist die minimalinvasive Behandlung von Erweiterungen der Bauchschlag- und der Halsschlagader. Mit dieser Methode hat sich der Chirurg seit über zehn Jahren intensiv befasst und sich einen Namen in der Gefäßchirurgie gemacht.

Die Diakonie-Kliniken Kassel freuen sich über die öffentliche Wahrnehmung der Qualität der Arbeit des Gefäßzentrums Kassel: „Daran lässt sich gut ablesen, dass nicht Größe entscheidend ist. Der sorgfältig ausgesuchte Schwerpunkt, die gute interdisziplinäre Zusammenarbeit unseres Ärzte- und Pflege-Teams und nicht zuletzt die ausgezeichnete Arbeit unseres Chefarztes hat unserem christlichen Krankenhaus zu diesem guten Ruf verholfen“, sagt der Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken Jens Wehmeyer.

Die Diakonie-Kliniken waren das erste von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie zertifizierte Gefäßzentrum in Hessen. In Kassel und Nordhessen ist das „Diako“ die einzige auf diese Disziplin ausgerichtete und zertifizierte Einrichtung. In Hessen gibt es sonst nur noch an der Uni Marburg, in Bad Nauheim, in Grebenhain und in Offenbach ähnliche Einrichtungen. Prof. Bürger ist in der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie verantwortlich für die Umsetzung der modernsten und akzeptiertesten wissenschaftlichen Methoden in den Leitlinien der Fachgesellschaft. Nach den dort formulierten Handlungs-Korridoren richten sich alle Gefäß-Chirurgen in Deutschland.

Prof. Bürger ist neben seiner Chefarzt-Stelle am Standort Diakonissen-Krankenhaus in die Forschung und die Ausbildung von Medizin-Studenten an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eingebunden, wo er seit 2008 außerplanmäßiger Professor der Medizinischen Fakultät ist.

Prof. Bürger kam vor sechs Jahren an den Standort Diakonissen-Krankenhaus der Diakonie-Kliniken Kassel. Dort leitet er ein Team von drei Oberärzten, fünf Assistenzärzten und einer Gefäßassistentin. Seine Sprechstunde findet im neuesten Bauabschnitt des Diakonissen-Krankenhauses (Eingang Kirchweg) statt; operiert wird in den modernen Sälen des Krankenhaus-Neubaus. Bürger ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.
 

„Ein großer Schritt über die Fulda“

Kauf der Klinik Dr. Koch soll das Leistungs-Portfolio der Diakonie-Kliniken optimieren und Platz während der Baumaßnahme schaffen

Mit dem am Montag, den 5. Mai 2010 angekündigten Kauf der Klinik Dr. Koch versprechen sich die Diakonie-Kliniken bessere Chancen auf sinnvolles Wachstum. Man rechne damit, bald eine der größten Frauenkliniken Hessens entwickeln zu können. In einem Pressegespräch am Freitag, den 7. Mai, erläuterte Geschäftsführer Jens Wehmeyer die Pläne genauer. Besonders wies er auf die Vorteile, die die zusätzlichen Leistungen in Bezug auf die Medizin-Strategie des Hauses haben wird: „Wir wollen auf der einen Seite unsere Geburtshilfe und Frauenheilkunde stärken. Auf der anderen Seite wollen wir durch eine Stärkung der Chirurgie betonen, dass wir auch Notfall-Krankenhaus sind.“ Auch in der Kardiologie sehen die Diakonie-Kliniken Potenzial. Mittelfristig sollen das in der Koch-Klinik herrschende Belegarzt-System so weiterentwickelt werden, dass die dort arbeitenden Mediziner als Honorarärzte in die Abteilungen integriert werden. Der Vertrag soll noch im Mai vorliegen, im Juni könne er unterzeichnet werden, ist Wehmeyer zuversichtlich.

Zunächst solle sich für Mitarbeiter und Patienten spürbar nichts ändern.Die Diakonie-Kliniken wollen die Integration mit Augenmaß vorantreiben. „Wir haben noch nichts fertig in der Schublade“, erklärt Wehmeyer weiter in Bezug auf Planungsdetails. Es gehöre zum Stil des Hauses, die Mitarbeiter bei der Ausgestaltung von Prozessen, Abteilungen und Rahmenbedingungen zu beteiligen. Über den Kaufpreis, der im unteren einstelligen Millionenbereich liegt, wurde mit den Verkäufern Stillschweigen vereinbart. Ein Darlehen zur anteiligen Finanzierung wird von dem christlichen Krankenhauskonzern AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft zur Verfügung gestellt, der bereits 20 Prozent an den Diakonie-Klinken hält. AGAPLESION ist der größte christliche Verbund von Krankenhäusern und Altenhilfeeinrichtungen in Deutschland.

Die Klinik Dr. Koch war speziell auf die Diakonie-Kliniken zugekommen, weil sie beide die einzigen Kasseler Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung sind, die eine Fachabteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie haben. Damit ist gewährleistet, dass die vielen renommierten Belegärzte ihre Arbeit in dem neuen Krankenhaus weiterführen können. Neben der Geburtshilfe und Gynäkologie ist auch die Chirurgie der Klinik Dr. Koch für die Diakonie-Kliniken von großer Bedeutung. Die Mitarbeiter waren in der vergangenen bzw. in dieser Woche über die Entwicklungen informiert worden. In der Klinik Dr. Koch arbeiten rund 150 Menschen, in den Diakonie-Kliniken etwa 800.

Die Diakonie-Kliniken sind eine der größten medizinischen Einrichtungen in Nordhessen. Bis 2013 entsteht am Diakonissen-Krankenhaus, das seit mehr als 125 Jahren an diesem Standort besteht, eine der modernsten Kliniken Kassels. Jedes Jahr suchen in der größten medizinischen Einrichtung der Diakonie in Nordhessen - zu der auch das Burgfeld-Krankenhaus gehört - rund 22 000 Patienten, ambulant wie stationär, Hilfe und Heilung. Mehr als 700 neue Erdenbürger erblicken hier das Licht der Welt. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen ihre Kraft in den Dienst am Menschen – gemäß dem christlichen Leitbild. Der christliche Krankenhauskonzern AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Der dritte Träger ist die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel mit 60 Prozent Gesellschaftsanteilen.

Die Klinik Dr. Koch wurde 1954 gegründet und bietet die medizinischen Disziplinen Geburtshilfe, Gynäkologie und Chirurgie. Jährlich werden hier rund 6.500 Patienten stationär und ambulant behandelt. Mit rund 1300 Babys, die hier jährlich das Licht der Welt erblicken, ist das 80-Betten-Haus eine der größten Geburtskliniken in der Mitte Deutschlands.

Daten und Fakten

Klinik Dr. Koch

1954 von Dr. Erich Koch und seiner Frau Maria gegründet

Es ist Kassels einziges Krankenhaus östlich der Fulda

Ein Standort in der Pfarrstrasse

149 Mitarbeiter im Umfang von ca. 100 Vollzeitstellen

80 Betten, davon

58 Gyn./Geb.
22 Chirurgie

23 Belegärzte laut Anlage

9 Gyn./Geb.
11 Chirurgie
3 Anästhesie

Diakonie-Kliniken Kassel

1883 am Standort Diakonissen-Krankenhaus erbaut

Aus der Fusion mit dem Burgfeld-Krankenhaus und dem Diakonissen-Krankenhaus entstand 2001 das Diakonie-Gesundheitszentrum hervor, das seit eit 2009 „Diakonie-Kiniken Kassel gGmbH“

Ein Standort in der Herkulesstrasse (Diakonissen-Krankenhaus)
Ein Standort in der Wigandstrasse (Burgfeld-Krankenhaus)

Rund 800 Mitarbeiter (einschließlich Ehrenamtliche), 474 Vollzeitkräfte

355 Betten (plus 10 Geriatrische Tagesklinik)

davon

im Diako:
53 Gefäßchirurgie,
52 Innere Medizin
32 Allgemeinchirurgie
4 Urologie
44 Gastroenterologie
41 Gynäkologie und Geburtshilfe
10 Tagesklinik für Geriatrie

Im BFK:
56 Kardiologie
5 Schmerztherapie
64 Geriatrie
 

Elternschule zündet die dritte Kerze an

Am 8. Mai stellt das Team mit einem Tag der offenen Tür das Angebot rund um die Geburt der Diakonie-Kliniken Kassel vor

Die Elternschule der Diakonie-Kliniken Kassel feiert ihren 3. Geburtstag: Dazu lädt das Team zu einem Tag der offenen Tür am Samstag, den 8. Mai 2010 von 10.00 bis 14.00 Uhr in ihre Räume in der Friedrich-Ebert-Straße 93 (Ecke Querallee) ein. Vorgestellt werden sollen die Räumlichkeiten, das Kursangebot und die Kursleiterinnen bei Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und netten Gesprächen. „Wir wollen den Paaren Wegbegleiter ins Familienleben sein“, sagt Hebamme Dörte Stauß, eine der Initiatorinnen des Angebots der Geburtshilflichen Abteilung des Diakonissen-Krankenhauses. Die Elternschule würde sich freuen, wenn möglichst viele zukünftige Eltern „reinschnuppern“ würden – „Wir freuen uns aber ganz besonders, auch bekannte Gesichter zu sehen von Mamas und Papas, die ihren inzwischen größeren Nachwuchs mitbringen.“

Das Kursangebot für werdende und junge Eltern mit ihren Kindern ist vielfältig: Vor der Geburt bietet das Team Geburtsvorbereitung in deutscher und russischer Sprache, Yoga für Schwangere und Säuglingspflegekurse an. Nach der Geburt nutzen Mütter gerne den offenen Stilltreff und die Bauch&Baby -Treffs, um mit Frauen aus der Geburtsvorbereitung in Kontakt zu bleiben. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Frauen, die wir begleiten, immer wieder gerne kommen – das spornt uns an, weitere Angebote zu entwickeln.“ Auch in Pekip-Kursen treffen sich die Mütter und Babys aus den Geburtsvorbereitungskursen wieder. Junge Väter sind begeistert von der Babymassage, während ihre Partnerinnen im Nachbarraum Rückbildungsgymnastik machen.

Altersmediziner diskutieren über Depression

11. Hessisch-Thüringischer Geriatrietag findet am 8. Mai in den Diakonie-Kliniken Kassel statt

„Depression“ wird das Thema des 11. Hessisch-Thüringischen Geriatrietags sein, der am Samstag, den 8. Mai, in den Diakonie-Kliniken in Kassel stattfinden wird. Das evangelische Krankenhaus, das in Kassel als einzige Klinik über eine Fachabteilung für Altersmedizin (Geriatrie) verfügt, ist damit zum ersten Mal Ausrichter dieses Kongresses. Rund 70 Altersmediziner und Mitglieder anderer altersmedizinisch tätiger Berufsgruppen werden zu der mit 6 Fortbildungspunkten von der Landesärztekammer zertifizierten Ärzte-Fortbildung mit Vorträgen und Workshops erwartet. Veranstalter ist der Landesverband Hessen-Thüringen des Bundesverbandes Geriatrie e.V. Depression und Demenz sind die häufigsten psychischen Krankheiten in den geriatrischen Krankenhäusern in Deutschland, die oftmals gemeinsam auftreten und schwer voneinander in der Diagnose zu unterscheiden sind.

Der Chefarzt für Geriatrie der Diakonie-Kliniken Kassel, Dr. Heinz-Jürgen Harhoff, will dieses Treffen auch nutzen, den Medizinern die neue Geriatrische Tagesklinik mit zehn Plätzen, die seit April im Neubau der Klinik in Betrieb ist, vorzustellen. „Immer mehr alte und ältere Menschen bedürfen einer differenzierten Medizin, die gleichermaßen körperliche und seelische Gesundheitsprobleme in den Blick nimmt“, betont Harhoff. Allein in Deutschland hätten rund 5 Prozent der über 65-jährigen eine behandlungsbedürftige Depression. „Damit steigt auch das Suizidsrisiko im Alter – vor allem bei älteren Männern“.

Zu einem Vortrag wird unter anderem Dr. Claus Wächtler, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie aus Hamburg, erwartet, der über „Psychotherapeutische und pharmakologische Behandlungsstrategien der Depression im Alter“ referieren wird. Dr. Eckhard Flotho, Chefarzt der Abteilung für neurologische Frührehabilitation am Evangelischen Krankenhaus Gesundbrunnen in Hofgeismar, beschäftigt sich mit „Post Stroke Depression“. Privatdozent Dr. Thomas Beblo, Bielefeld, beschäftigt sich mit „Depression und Kognition“. Am Nachmittag werden sich die Mediziner mit Behandlungsmöglichkeiten und Therapieangeboten, aber auch der Kommunikation mit älteren depressiven Menschen befassen.

Diakonie-Kliniken wollen Klinik Dr. Koch an Bord nehmen

Aufsichtsrat stimmte Übernahme-Angebot zu

Der Aufsichtsrat der Diakonie-Kliniken Kassel hat in seiner heutigen Sitzung am 3. Mai beschlossen, mit der Klinik Dr. Koch in konkrete Übernahme-Verhandlungen zu treten. Die Gesellschafterversammlung der Klinik Dr. Koch hatte diesem Plan bereits vergangenen Dienstag zugestimmt. Die Gespräche zwischen der größten Kasseler Geburtsklinik und einem der größten Krankenhäuser Nordhessens seien zwar schon länger geführt worden: „Im Januar jedoch hat die Klinik Dr. Koch ihr Interesse am Kauf durch die Diakonie-Kliniken konkretisiert“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Kirchenrat Rudolf Schmidt. „Die geplante Übernahme bedeutet auch eine große Verstärkung der medizinischen Struktur hinsichtlich der Geburtshilfe und Frauenheilkunde“, erklärt Schmidt weiter.

Die Klinik Dr. Koch ist speziell auf die Diakonie-Kliniken zugekommen, weil sie beide die einzigen Kasseler Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung sind, die eine Fachabteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie haben. Damit ist gewährleistet, dass die vielen renommierten Belegärzte ihre Arbeit in dem neuen Krankenhaus weiterführen können.

Neben der Geburtshilfe und Gynäkologie ist auch die Chirurgie der Klinik Dr. Koch für die Diakonie-Kliniken von großer Bedeutung.

Der Aufsichtsrat entschied in seiner Sitzung auch einstimmig, Karl-Georg Dittmar als Geschäftsführer der Diakonie-Kliniken mit sofortiger Wirkung abzuberufen. Nach der Überkreuzbeteiligung mit der Stiftung Lichtenau e.V. war er als Vorstand von Lichtenau e.V. und Geschäftsführer der dortigen Klinik im April 2009 in die Geschäftsführung des einzigen evangelischen Krankenhauses Kassels aufgenommen worden. Da er aus dem Lichtenau-Vorstand Ende Februar und aus der Geschäftsführung der Orthopädischen Klinik Ende April ausgeschieden ist, habe man heute, in der nächsten turnusmäßigen Sitzung, den logisch anstehenden Schritt vollzogen, Dittmar abzuberufen. Schmidt würdigte in der Aufsichtsratssitzung Dittmars Beitrag zur Entwicklung der Diakonie-Kliniken Kassel. Jens Wehmeyer, bislang Prokurist, wurde vom Aufsichtsrat als neuer Geschäftsführer berufen.

Die Diakonie-Kliniken sind eine der größten medizinischen Einrichtungen in Nordhessen. Bis 2013 entsteht am Diakonissen-Krankenhaus, das seit mehr als 125 Jahren an diesem Standort besteht, eine der modernsten Kliniken Kassels. Jedes Jahr suchen in der größten medizinischen Einrichtung der Diakonie in Nordhessen - zu der auch das Burgfeld-Krankenhaus gehört - rund 22 000 Patienten, ambulant wie stationär, Hilfe und Heilung. Mehr als 700 neue Erdenbürger erblicken hier das Licht der Welt. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen ihre Kraft in den Dienst am Menschen – gemäß dem christlichen Leitbild. Der christliche Krankenhauskonzern AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Der dritte Träger ist die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel mit 60 Prozent Gesellschaftsanteilen.

Die Klinik Dr. Koch wurde 1954 gegründet und bietet die medizinischen Disziplinen Geburtshilfe, Gynäkologie und Chirurgie. Jährlich werden hier rund 6.500 Patienten stationär und ambulant behandelt. Mit rund 1300 Babys, die hier jährlich das Licht der Welt erblicken, ist das 80-Betten-Haus eine der größten Geburtskliniken in der Mitte Deutschlands.

Prof. Bürger nimmt Bauchschlagadern ins Visier

Der Kasseler Gefäßchirurg bietet am 8. Mai ein Bauchaortenscreening

Am bundesweiten Screening-Tag für Bauchaortenaneurysmen am 8. Mai 2010 laden die Diakonie-Kliniken Kassel ins Diakonissen-Krankenhaus ein: Jeder Interessierte ab 55 kann sich von Prof. Thomas Bürger und seinem Team auf diese krankhafte Veränderung der Bauchschlagader hin untersuchen lassen. Mit dem Aktionstag, der deutschlandweit zum ersten Mal stattfindet, wollen Gefäßmediziner auf die Bedrohung durch die krankhafte Erweiterung dieser Blutgefäße aufmerksam machen, die statistisch bei fünf von hundert Männern zu beobachten ist. Gefährdet sind vor allem frühe und aktive Raucher; es gibt aber auch eine erbliche Veranlagung. Frauen haben ein geringeres Risiko, sollten aber ebenfalls eine solche Vorsorge in Erwägung ziehen, falls sie rauchen oder eine Arteriosklerose vorliegt. Da der renommierte Mediziner mit einem großen Andrang rechnet, wird um Voranmeldung gebeten unter (0561) 1002-1500.

Bei einem „Screening“ wird der Bauch abgetastet und kurz per Ultraschall untersucht. Diese Untersuchung ist völlig schmerzlos und strahlenfrei. Wegen der möglichen erblichen Veranlagung ist es ebenfalls wichtig, Krankheitsbilder in der Familie abzufragen. Wird ein erweiterte Bauchschlagader (ab 5 cm) gefunden, raten die Experten des Diako zum unverzüglichen Handeln, um Schlimmeres zu verhindern.

Der Screening-Tag beginnt um 10.00 Uhr im Demo-Raum der Radiologie im Diakonissen-Krankenhaus, Herkulesstrasse 34, mit einem Vortrag Prof. Bürgers und dem Oberarzt Dr. Thomas Gebauer zum Thema, „Wann ist eine Behandlung bei Bauchaortenaneurysmen nötig?“ Sie werden interessierte Bürger darüber aufklären, welche Risiken und Möglichkeiten der Behandlung bestehen. Zwischen 11.00 Uhr und 14.00 Uhr gibt es dann kostenfreie Ultraschalluntersuchungen der Bauchschlagader in der ganz neu bezogenen gefäßchirurgischen Ambulanz, Eingang Kirchweg.

Die Diakonie-Kliniken Kassel erfüllen als eines der wenigen Krankenhäuser in Hessen die strengen Qualitätskriterien des gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) und bilden zusammen mit der Radiologie und der Angiologie das „Gefäßzentrum Kassel“. Ab 1. Juli dürfen planbare Eingriffe und die stationäre Versorgung hierbei nur noch von Kliniken mit diesem Standard durchgeführt werden. Mit seiner langen gefäßmedizinische Tradition hat das Diakonissen-Krankenhaus einen hervorragenden Ruf vor allem in der Gefäßchirurgie und -medizin, so dass Patienten auch von weither sich für das evangelische Krankenhaus entscheiden. Die weitaus größte Anzahl an OP gelten hierbei dem Bauchaortenaneurysma, Tendenz steigend. Prof. Thomas Bürger, 50, arbeitet seit 2001 an den Diakonie-Kliniken und lehrt darüber hinaus an der Universität Magdeburg.

„Diako“ wird Kulisse für Katastrophenübung

Die Feuerwehren Kassels üben im verwaisten Bettenhaus den Ernstfall

Das Diakonissen-Krankenhaus wird Schauplatz für die diesjährige Katastrophenschutzübung der Stadt Kassel, seiner Feuerwehren und der Rettungsdienste. Am Freitag, den 16. April 2010 zwischen 16.00 Uhr und 18.00 Uhr läuft die großangelegte Übung unter dem Namen „Schutzpatron 2010“. Die Vorbereitungen zu der Übung laufen bereits seit Ende des vergangenen Jahres. „Wie sehr wir auf der Hut sein müssen, haben die aktuellen Krankenhaus-Brände von Solingen und Eschwege gezeigt. Darum ist es wichtig, im Falle eines Falles gut vorbereitet zu sein“, sagt Klinik-Geschäftsführer Karl Leonhäuser. Dazu bekommen die Diakonie-Kliniken Kassel die einmalige Gelegenheit, durch den kürzlich erst zurückliegenden Umzug in den Neubau den Ernstfall im stillgelegten alten Bettenhaus am Kirchweg/Ecke Goethestrasse zu üben. Das Diakonissen-Krankenhaus erwartet dazu etwa 50 Gäste aus Politik und Wirtschaft. Die Anwohner und die Kasseler Verkehrsgesellschaft (KVG) sind informiert, da im Verlauf der Übung rund um das Krankenhaus Straßensperren errichtet werden und es zu Verkehrsbehinderungen kommen könnte.

Die Diakonie-Kliniken Kassel war das erste Krankenhaus Kassels, das über einen ausgefeilten Krankenhauseinsatzplan (KHEP) verfügte. Nun wird er auf die Probe gestellt: Rund 220 Einsatzkräfte werden vor Ort sein; etwa 20 Feuerwehrautos, Löschwagen und Einsatzfahrzeuge werden an der so genannten Echt-Übung teilnehmen. Rund 20 Schüler der Krankenpflegeschule stellen zu evakuierende Patienten oder Verletzte dar. Als Szenario wird angenommen, dass im Bereich der alten Liegend-Krankenanfahrt ein Kellerbrand ausgebrochen ist und drei Personen vermisst werden. Die Ärzte und das Pflegepersonal des „Diako“ werden gemeinsam mit den leitenden Notärzten der Rettungsdienste eine echte Triage vornehmen, d.h. eine Erstanamnese von möglicherweise Verletzten. Beobachter der Feuerwehren werden die Aktion überwachen und eine Rückmeldung an die Klinik-Mitarbeiter geben.

Die Diakonie-Kliniken ist eine der größten medizinischen Einrichtungen in Nordhessen. Bis 2013 entsteht am Standort Diakonissen-Krankenhaus, das seit mehr als 125 Jahren an diesem Standort besteht, eine der modernsten Kliniken Kassels. Jedes Jahr suchen in der größten medizinischen Einrichtung der Diakonie in Nordhessen rund 22 000 Patienten, ambulant wie stationär, Hilfe und Heilung. Mehr als 700 neue Erdenbürger erblicken hier das Licht der Welt. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen ihre Kraft in den Dienst am Menschen – gemäß dem christlichen Leitbild.
Der christliche Krankenhauskonzern AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Der dritte Träger ist die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel mit 60 Prozent Gesellschaftsanteilen.

 

Sternstunden der Menschheit im Diakonissenhaus

Der Schauspieler Stefan Hunstein liest Stefan Zweig am 15. April 2010
Der Verein der Freunde und Förderer der Diakonie-Kliniken Kassel hat erneut den Schauspieler Stefan Hunstein für eine Lesung gewinnen können: Der aus Kassel stammende Schauspieler wird am Donnerstag, den 15. April 2010, um 19.00 Uhr im Diakonissen-Mutterhaus, Goethestrasse 85, die Erzählung „Georg Friedrich Händels Auferstehung“ aus „Sternstunden der Menschheit“ von Stefan Zweig vortragen. Der Künstler setzt sich damit bereits zum sechsten Mal in Folge auf diese Weise für Kassels einziges evangelisches Krankenhaus ein. Der Eintritt beträgt 10 Euro; die Erlöse sollen unter anderem in die weitere Ausgestaltung des Nachbarschafts-Krankenhauses fließen, da staatliche Mittel nicht ausreichen – vieles muss aus eigenen Mitteln finanziert werden, wie etwa Aufenthaltsräume und Andachtsräume, die Patienten, Mitarbeitern und Besuchern zu Gute kommen.

Der Verein der Freunde und Förderer wurde 2004 gegründet. Inzwischen engagieren sich über hundert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ehemalige Patientinnen und Patienten oder deren Angehörige und andere sozial eingestellte Bürger für die Idee, dem Krankenhaus über das normale Maß hinaus Gutes angedeihen zu lassen. Dazu gehört unter anderem die künstlerische Ausgestaltung des Neubaus, aber auch Anschaffungen wie Bilder für die Patientenzimmer, um den Aufenthalt für die anvertrauten Menschen und die Arbeit für die Mitarbeiterschaft noch schöner zu machen.
Stefan Hunstein wurde 1957 in Kassel geboren. Im Jahr 2001 ging er an das Bayerische Staatsschauspiel. Seit 2003 ist Stefan Hunstein Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 2007 erhielt er den Kurt Meisel Preis. Er liest aus den „Sternstunden der Menschheit“ - so nannte Stefan Zweig seine Sammlung von 14 historischen Miniaturen, in denen er bedeutende Ereignisse oder Wendepunkte in der Menschheitsgeschichte schildert. Aus den Sternstunden stammt auch die Erzählung „Georg Friedrich Händels Auferstehung“, die 1985 verfilmt wurde. Eindringlich beschreibt Stefan Zweig darin die Entstehungsgeschichte des „Messias“ im Leben des großen Komponisten.

Hintergrund zum Werk:
Der Diener Händels findet seinen Herrn regungslos auf dem Boden liegend. Der Leibarzt diagnostiziert einen Schlaganfall. Nach diesem Schlaganfall im Jahr 1737 leidet Händel unter schweren Lähmungserscheinungen. Niemand glaubt mehr an seine Erholung. Außerdem gerät der Komponist in große finanzielle Nöte. Seine Schaffenskraft ist gebrochen. Um zu gesunden, lässt Händel sich während einer Kur in Aachen behandeln, und als er nach London zurückkehrt, liest er am 21. August 1741 die Texte des Librettisten Charles Jennens. Ihm ist, als spräche Gott selbst zu ihm: „Mir war, als sähe ich den Himmel offen, und den Allmächtigen selbst auf seinem Thron.“ Aufregung ergreift ihn, und er beginnt mit seinen Arbeiten am Messias. Nach drei Wochen pausenloser Arbeit ist er wie erschlagen, aber glücklich und zufrieden. Am 12. April 1742 wird der Messias in Dublin uraufgeführt, und Händel findet die nötige Kraft weiterzuleben, ungeachtet der finanziellen Nöte. Den Erlös der Aufführungen spendet er aus Dankbarkeit für seine „Auferstehung“ an soziale Einrichtungen.
 

Diakonissen gehen mit www.diako-kassel.de online

Die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus mit neuem Web-Auftritt

Seit März ist die neue Internet-Präsentation des Kurhessischen Diakonissenhauses im weltweiten Netz zu bestaunen. Unter www.diako-kassel.de präsentiert sich die Stiftung auf mehr als hundert Seiten mit allen ihren Arbeitsgebieten, d.h. auch die Diakonie-Kliniken Kassel sind unter dieser Adresse zu finden. Rund ein Jahr dauerte die Überarbeitung. Sie gehört zu dem neuen Auftritt, den das Haus insgesamt für seine Medien vorsieht, um mit der Neugestaltung die Zugehörigkeit zur Diakonie zu betonen. Dazu gehört auch, das Coporate Design des Diakonischen Werks der EKD aufzugreifen.

„Wer uns im „World Wide Web“ oder in der Goethestrasse besucht, wird merken, dass wir nicht nur viel Tradition haben, sondern dass Herz, Verstand und Modernität zu dieser Tradition gehören“, zeigt sich die Oberin Pfarrerin Katrin Wienold-Hocke überzeugt. Dass man keine Scheu vor modernen Wegen hat, zeige auch, dass seit rund einem Jahr die Seite „www.beten-und-beten-lassen.de“ online sei. Hier könne man sein Anliegen per Mail vortragen, für das zu festen Zeiten gebetet wird. Im überarbeiteten Internet-Auftritt lässt sich nicht nur Wissenswertes über das Leben der Diakonissen finden, sondern auch Adressen und hilfreiche Telefonnummern aus der Alten- oder Jugendhilfe. Wer mehr über die beiden Kitas „Baumhaus für Kinder“ oder „Evang. Kita Kleiner Holzweg“ wissen möchte, kann sich ebenfalls auf diesen Seiten informieren. Der Nutzer kann aber auch einfach zu den Kliniken „abbiegen“, um etwas über das Diakonissen-Krankenhaus und das Burgfeld-Krankenhaus zu erfahren.

Die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel ist die größte diakonische Einrichtung in Kassel. Größter Arbeitsbereich sind die Diakonie-Kliniken Kassel mit rund 800 Mitarbeitern und etwa 22 000 Patienten im Jahr. Ebenfalls gehören das Alten- und Pflegeheim „Haus Salem“ in Kassel und das „Marie-Behre-Altenhilfezentrum“ in Baunatal-Guntershausen dazu. Des Weiteren ist die Stiftung Trägerin des Kinder- und Jugendheims im Kleinen Holzweg und zweier Tageseinrichtungen für Kinder. Das Mutterhaus ist geistliche Heimat von 50 Schwestern. In der Komplexeinrichtung arbeiten rund 1000 Menschen haupt- oder ehrenamtlich. Die Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 146-jähriges Bestehen.

Ein Krankenhaus zieht um

Umzug verschiedener Stationen und Einzug in den neuen Bauabschnitt am Montag – heute geht die neue Notaufnahme in Betrieb

Kassel, den 15. März 2010. - Nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Vor zwei Wochen erst feierten die Diakonie-Kliniken Kassel am Standort Diakonissen-Krankenhaus die Einweihung des neuen Bauabschnitts am Kirchweg – jetzt erfolgt etappenweise der Umzug. Am Donnerstag sollen dann alle Stationen wieder „Normalbetrieb“ melden können. Rund 126 Betten werden in dieser Woche bewegt, etwa 126 Patienten verlegt werden. Insgesamt ziehen ca. 135 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um - fast ein Viertel der Belegschaft des Diakonissen-Krankenhauses. „Das wird zwar ein gewaltiger Akt für uns, denn wir machen den Umzug mit unserem Team selbst – aber alle sind hoch motiviert und stolz auf die neuen Räume“, sagt Pflegedirektorin Cornelia Reissner.

Den Anfang macht die Zentrale Notaufnahme (ZNA), die ab Montag, den 15. März, ab 15.00 Uhr in den neuen Räumen zu finden sein wird. Mit der Liegendkrankeneinfahrt, den günstig gelegenen Diagnosemöglichkeiten durch die nahe Radiologie und den Notfallbehandlungsraum ist sie eine der modernsten in Nordhessen. In unmittelbarer Nähe der ZNA befinden sich die Ambulanzen der Chefärzte, so dass hier auf kurzem Wege eine hohe Fachkompetenz zur Verfügung steht. Am Dienstag folgen die Stationen HE (Gefäßchirurgie), die H2 (Innere Medizin) und die Intensivstation mit der IMC. Am Mittwoch zieht im alten Baubestand die Station H1 auf die ehemalige Ebene der H2. Sie wird am Donnerstag als chirurgische Abteilung wieder eröffnet. Die Geriatrische Tagesklinik, die im 5. Stock des Neubaus angesiedelt ist, öffnet zum 1. April ihre Tore.

Der Haupteingang in der Goethestraße wird am 16.03.2010 geschlossen. Für Besucher und Patienten der Diakonie-Kliniken steht dann der Haupteingang in der Herkulesstraße 34 sowie der Nebeneingang im Kirchweg zur Verfügung. Hier befindet sich auch die Taxivorfahrt.

Bis 2013 entsteht am Standort Diakonissen-Krankenhaus, das seit mehr als 125 Jahren an diesem Standort besteht, eine der modernsten Kliniken Kassels. Jedes Jahr suchen in der größten medizinischen Einrichtung der Diakonie in Nordhessen rund 22 000 Patienten, ambulant wie stationär, Hilfe und Heilung. Mehr als 700 neue Erdenbürger erblicken hier das Licht der Welt. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen ihre Kraft in den Dienst am Menschen – gemäß dem christlichen Leitbild. Der christliche Krankenhauskonzern AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Der dritte Träger ist die Stiftung Kurhessisches Diakonissenhaus Kassel mit 60 Prozent Gesellschaftsanteilen.

 
 
 
 

Diakonie-Kliniken Kassel wachsen weiter

Der neue Krankenhaus-Neubau am Kirchweg wird am Wochenende eingeweiht – Mitte März wird er bezogen und in Betrieb gehen

Die Diakonie-Kliniken Kassel feiern am Samstag, den 27. Februar 2010, die Einweihung eines weiteren Bauabschnitts des Krankenhaus-Neubaus. Der Neubau am Kirchweg geht Mitte März in Betrieb. Dieser Teil des neuen Diakonissen-Krankenhauses beherbergt die Zentrale Notaufnahme mit Liegendkrankeneinfahrt, die Intensivmedizin, zwei neue Bettenstationen für die Patienten sowie eine geriatrische Tagesklinik. Durch den Bezug können die Stationen im Altbau von drei auf zwei reduziert werden. Die Station HE wird geschlossen; in den frei werdenden Räumen finden voraussichtlich die Diakoniestationen, die Patientenverwaltung und Arztzimmer ihren Platz. Die neuen Stationen haben als Standard Zwei-Bettzimmer mit eigenem Sanitärbereich. Insgesamt haben die Diakonie-Kliniken mit Hilfe vom Land Hessen und der Evangelischen Kirche rund 16 Millionen Euro in diesen Bauabschnitt investiert.

Bis 2013 entsteht am Standort Diakonissen-Krankenhaus eine der modernsten Kliniken Kassels. Insgesamt sind bislang für das neue Krankenhaus rund 78 Millionen Euro verbaut worden. Die bisherige Investition dient vor allem der besseren Patientenversorgung und ist ein Bekenntnis zum Standort Vorderer Westen: „Immer mehr Menschen vertrauen dem christlichen Krankenhaus ihre gesundheitlichen Probleme an. Immer mehr Frauen bringen hier an der Herkulesstrasse ihre Kinder zu Welt. Das werten wir als Kompliment für unser Nachbarschafts-Krankenhaus: „Gleichzeitig ermutigt es uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Geschäftsführer Pfarrer Karl Leonhäuser.

Seine Tradition bewahren, den christlichen Werten treu bleiben und medizinisch Anspruchvollstes für die Patienten, das haben sich die Diakonie-Kliniken Kassel auf die Fahnen geschrieben. Darum erneuert sich das Krankenhaus an selber Stelle neu: Seit 2004 werden alte Gebäude abgerissen. An selber Stelle entsteht eine komplett neue Klinik. Zu den etwas mehr als 100 000 Kubikmetern umbautem Raum kommt nun nochmals ein Fünftel dazu. Die Bettenzahl bleibt gleich, doch erhöht sich der Standard und der Komfort für die Patienten.

Jedes Jahr suchen in der größten medizinischen Einrichtung der Diakonie in Nordhessen rund 22 000 Patienten, ambulant wie stationär, Hilfe und Heilung. Mehr als 700 neue Erdenbürger erblicken hier das Licht der Welt. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen ihre Kraft in den Dienst am Menschen – gemäß dem christlichen Leitbild. Obwohl schon seit mehr als 125 Jahren am Standort Diakonissen-Krankenhaus und damit seit mehr als einem Jahrhundert ein Begriff, heißen die Einrichtungen – dazu gehört außerdem das Burgfeld-Krankenhaus im Stadtteil Bad Wilhelmshöhe – erst seit April 2009 „Diakonie-Kliniken Kassel“.

Der christliche Krankenhauskonzern AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Der dritte Träger ist die Stiftung Kurhessische Diakonissenhaus Kassel mit 60 Prozent Gesellschaftsanteilen.

Tip: Tag der offenen Tür, Samstag, den 27.Februar 2010,
von 11.00 bis 16.00 Uhr,
Standort Diakonissen-Krankenhaus,
Herkulesstrasse 34, 34119 Kassel
 

Diakonie-Kliniken weihen Kirchweg-Bau ein

Zentrale Notaufnahme, Liegendkrankeneinfahrt und Geriatrische Tagesklinik feiern mit einem Tag der offenen Tür am 27. Februar

Die Diakonie-Kliniken Kassel nehmen in Kürze einen weiteren Bauabschnitt des Krankenhaus-Neubaus in Betrieb: Der neue Kirchweg-Flügel wird am Samstag, den 27. Februar 2010, um 10.00 Uhr mit einer Einweihungsfeier im Atrium festlich begrüßt. Danach wird sich die Klinik an ihrem Einweihungstag von 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr mit einem „Tag der offenen Tür“ der breiten Öffentlichkeit vorstellen. „Dass wir den Termin halten und nun ein wunderschönes neues Krankenhaus präsentieren können, ist die großartige Leistung der Menschen am Bau, unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Geduld vieler Patienten und der Langmut unserer Nachbarn zu verdanken“, sagt Verwaltungsdirektor Jens Wehmeyer anlässlich der greifbaren Nähe der Beendigung dieser Baumaßnahme.

Die Besucher erwartet ein lehrreiches und abwechslungsreiches Programm rund um die neue Intensivstation und die ZNA (Zentrale Notaufnahme). Vorträge aus allen Fachbereichen der Diakonie-Kliniken stellen das breite medizinische Angebotspektrum dar. Die neue geriatrische Tagesklinik präsentiert sich im fünften Stock mit Blick auf Kassel. Die Intensivmedizin bietet unter anderem Übungen zur Reanimation und zeigt neue Räume und Möglichkeiten. „Das ist eine der seltenen Gelegenheiten, der Öffentlichkeit einmal eine Intensivstation zu zeigen, bevor sie ans Netz geht“, so Klinik-Geschäftsführer Karl-Georg Dittmar.

Führungen durch den Neubau für Erwachsene und speziell für Kinder bringen das Krankenhaus „laufend“ näher. Mit Spannung erwartet wird die Quizshow, die sich Mediziner überlegt haben und die ab 15.00 Uhr ähnlich wie „Wer wird Millionär“ den Diako-Ratefuchs sucht.

Die Klinik-Küche wird ein reichhaltiges Angebot in den Räumen der Cafeteria vorhalten. Auf dieser Ebene ist auch das Kinderprogramm beheimatet: Ab 11.00 Uhr ist für die Kinderbetreuung gesorgt, um 15.00 Uhr spielen die „Märchenmammis“ aus Calden.

Ebenso präsentiert das Haus auch sein neues Erscheinungsbild im Infomaterial, das im Zuge des Namenswechsels im April vergangen Jahres entwickelt worden war.

Jedes Jahr suchen in der größten medizinischen Einrichtung der Diakonie in Nordhessen rund 22 000 Patienten, ambulant wie stationär, Hilfe und Heilung. Mehr als 700 neue Erdenbürger erblicken hier das Licht der Welt. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen ihre Kraft in den Dienst am Menschen – gemäß dem christlichen Leitbild. Obwohl schon seit mehr als 125 Jahren am Standort Diakonissen-Krankenhaus und damit seit mehr als einem Jahrhundert ein Begriff, heißen die Einrichtungen – dazu gehört außerdem das Burgfeld-Krankenhaus im Stadtteil Bad Wilhelmshöhe – erst seit April 2009 „Diakonie-Kliniken Kassel“. Der christliche Krankenhauskonzern AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt. Der dritte Träger ist die Stiftung Kurhessische Diakonissenhaus Kassel mit 60 Prozent Gesellschaftsanteilen.

Tip: Tag der offenen Tür, Samstag, den 27. Februar 2010,
von 11.00 bis 16.00 Uhr,
Standort Diakonissen-Krankenhaus,
Herkulesstrasse 34,
34119 Kassel



 

Schülerinnen und Schüler pauken mit mehr Platz

Die CBG Krankenpflegeschule weihte neue Räume ein – bessere Lernmöglichkeiten

Die CBG Krankenpflegeschule freut sich, dass nun der Unterricht für rund 180 angehende Gesundheits- und Krankenpflegerinnen unter einem Dach stattfinden kann. Zuvor waren die Unterrichtsstätten auf unterschiedliche Räume verteilt, zuletzt dienten Konferenzräume im Kasseler Diakonissen-Mutterhaus als Klassenräume. Möglich machte dies das Konjunkturprogramm des Bundes und des Landes, aus dem rund 200.000 Euro in den Ausbau des Dachgeschosses im traditionsreichen Haus „Bethesda“ auf dem Gelände der Stiftung „Kurhessisches Diakonissenhaus“ geflossen sind. Mit weiteren 20.000 Euro unterstützte das Diakonische Werk in Kurhessen-Waldeck (DWKW) die Verbesserung der Lehr- und Lernmöglichkeiten. Rund 225.000 insgesamt hat der Umbau gekostet.

„Wir freuen uns über Platz, denn erfolgreiches Lernen braucht eine gute Lernatmosphäre,“ sagte CBG-Geschäftsführer Karl Leonhäuser anlässlich der offiziellen Einweihung am 10. Februar. Mehr Räume waren nötig geworden, weil sich die Struktur der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger per Gesetz 2003 so verändert hat, dass mehr theoretischer Unterricht vorgeschrieben ist. Zudem hat sich auch das Marien-Krankenhauses Kassel im Jahr 2005 der CBG angeschlossen, wodurch sich die Zahl an Auszubildenden erhöhte. Der Umbau dauerte knapp drei Monate; jetzt stehen dem CBG neben einem vierten Klassenraum ein kleiner und großer Gruppenraum mit Computerarbeitsplätzen und zwei Lehrerzimmer zur Verfügung.
Die CBG (Christliches Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe gem. GmbH) ermöglicht mit ihrer staatlich anerkannten Krankenpflegeschule die dreijährige Ausbildung in Gesundheits- und Krankenpflege für rund 195 Schülerinnen und Schüler. Die Ausbildungen beginnen jedes Jahr zum 1. April, zum 1. September und 1. Oktober.

Das CBG Christliches Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe hat seinen Sitz im Haus „Bethesda“, das zum Kurhessischen Diakonissenhauses gehört. Die Aus- und Weiterbildung am CBG hat 210 Ausbildungsplätze zur Gesundheits- und Krankenpflegerin bzw. Gesundheits- und Krankenpfleger, 25 staatlich anerkannte Weiterbildungsplätze zur Stations- und Gruppenleitung im Pflegedienst sowie sowie 25 staatlich anerkannte Weiterbildungsplätze zur Praxisanleitung für Pflegeberufe und Entbindungspflege. Die Ausbildungsplätze verteilen sich auf das Marien-Krankenhaus Kassel, die Diakonie-Kliniken Kassel und die RKH-Schwesternschaft am Rotes-Kreuz-Krankenhaus Kassel.

Die CBG ging 2001 aus den Krankenpflegeschulen der oben erwähnten Schulträger und desBurgfeld-Krankhauses hervor, das im selben Jahr mit dem Diakonissen-Krankenhaus zum DGK-Diakonie-Gesundheitszentrum Kassel – heute Diakonie-Kliniken Kassel - fusionierte. 2007 gründete sich ein Förderverein am CBG, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Bildungsarbeit dort mit zusätzlichen Lehr- und Lernmitteln, Projekten und Aktivitäten zu fördern.
 

“Grüne Damen“ werden 30

Ehrenamtliche Frauen und Männer leisten Patienten Beistand – seit 25 Jahren gibt es den Bücherwagen

Mit einem Festakt würdigen die Diakonie-Kliniken Kassel die Arbeit der ehrenamtlichen „Grünen Damen und Herren“ im Diakonissen-Krankenhaus, im Burgfeld-Krankenhaus sowie im Alten- und Pflegeheim „Haus Salem“. Die Feier beginnt am Donnerstag, den 11. Februar, um 14.00 Uhr mit einem Gottesdienst in der Mutterhauskirche des Kurhessischen Diakonissenhauses, Goethestrasse 85. Im Anschluss berichten sie im festlichen Rahmen von ihrer Arbeit. Gleichzeitig wird Liselotte Sauerzapf als Leiterin des Bücherwagens verabschiedet: Sie hat über viele Jahre Lesestoff an die Patientenbetten gebracht.

„Vieles wäre ohne den Einsatz der Grünen Damen und Herren in unseren Einrichtungen nicht denkbar“, würdigt Pfarrer Karl Leonhäuser, Vorsteher des Kurhessischen Diakonissenhauses, die Arbeit der Gruppe. „Sie sorgen für die Extra-Portion Zuwendung und Liebenswürdigkeit in unserem christlichen Krankenhaus.“ Seit nunmehr 30 Jahren besteht die Gruppe aus – heute - 28 Damen und zwei Herren, die in den Diakonie-Kliniken Ihren Dienst tun. Die Initiative des Evangelischen Frauenbundes entstand am 20. November 1979 als die erste ihrer Art in Kassel. Sie kümmern sich um Patienten, indem sie beispielsweise neu aufgenommene Menschen auf die Station begleiten, bringen Abwechslung mit dem Bücherwagen, besuchen Kranke und nehmen sich Zeit oder übernehmen Botengänge, indem sie etwa Blut ins Labor bringen.

Stichwort: Grüne Damen

Zu Beginn des Jahres 2009 waren für die Evangelische Krankenhaushilfe (EKH) in 446 Krankenhäusern und in 262 Alteneinrichtungen bundesweit 11.062 Grüne Damen und Herren (10.357 Damen und 705 Herren) unterwegs. Die EKH wurde 1969 von Brigitte Schröder gegründet. Die Grünen Damen der Diakonie-Kliniken Kassel bestehen im November seit 30 Jahren – dieses Jubiläum feiern sie im Februar 2010 offiziell. Diese Gruppe organisiert einen monatlichen Themennachmittag, d. h. es werden Menschen gewonnen, die Vorträge halten. Einmal im Jahr gibt es einen Ausflug. Die Koordinatorin ist gleichzeitig Ansprechpartnerin für die Stationen und hält den Kontakt zu anderen Einsatzleitern. Mit 80 Jahren hat ein Grüner Herr bzw. eine Grüne Dame das „Rentenalter“ erreicht.

Wer Interesse am Mittun hat, melde sich bei Einsatzleiterin Beate Lindecke, Tel. (05601) 4163.

 

Träume wachsen als Bild und Bau

Zaki Al-Maboren zeigt seine Kunst in den Diakonie-Kliniken Kassel

Der im Sudan geborene Künstler Zaki Al-Maboren malt mit seinen farbenfrohen Bildern „Stille Träume“, so der Name der Ausstellung, an die Wände des Krankenhaus-Neubaus der Diakonie-Kliniken in Kassel. Das evangelische Krankenhaus lädt alle Interessierten, Patienten, Anwohner und Mitarbeiter herzlich zur Vernissage am Sonntag, den 7. Februar 2010, um 11.30 Uhr in das Foyer an der Herkulesstrasse 34 ein. Der Kunsterzieher, Museumspädagoge und Kurator Rainer Henze führt in das Werk ein. Der Künstler, der im Kunsttempel in unmittelbarer Nachbarschaft des Diakonissenkrankenhauses sein Atelier hat, zeigt seine Bilder bis zum 28. März. „Das ist für uns ein Glücksfall, einen so renommierten lokalen Künstler zu gewinnen, während wir so viele Gäste bei uns erwarten: Am 27. Februar haben wir einen „Tag der offenen Tür“, freut sich Geschäftsführer Karl Leonhäuser.
Mit seinen „Träumen“ will Al-Maboren auch den Diakonie-Kliniken Respekt zollen: „Dieses Haus, sein Neubau, das ist auch ein Traum, der verwirklicht wird – viele, vor allem die Mitarbeiter, haben diesen Traum vom Ausbau geträumt. Nun ist ein weiterer Teil fertig. Und Träume und Kreativität liegen dicht beieinander – Kunst ist ein Traum“, kommentiert Al-Maboren seine Schau im Krankenhaus. Dabei deuten die Namen der Bilder bereits auf die Lebenslust, die sich in ihnen ausdrückt: „Tanz um die goldene Handtasche“ oder „Der blaue Engel“. Ein ehemaliger Laudator würdigte einmal den „spielerischen und großzügigen Umgang mit der Farbe Grün“ Al-Maborens, wohl eine Reminiszenz an dessen afrikanische Wurzeln.

Zur Person
Zaki Al-Maboren wurde 1959 in Artul (Sudan) geboren. Er schloß 1983 seine Ausbildung in Grafikdesign (BA) am College of Fine and Applied Art in Khartoum ab. Er war Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung. 1993 erhielt er den Magister Atrium in Kunstwissenschaften an der Universität Kassel.
2005 war er einer der Preisträger wegen seiner Ideen zur Bewerbung Kassels als Kulturhauptstadt Europas. 2007 erhielt er den Förderpreis der Dr. Wolfgang-Zippel-Stiftung der Stadt Kassel. Seit 1993 ist er freischaffender Künstler mit Atelier im Kunsttempel (gegenüber Stadthalle). Al-Maboren lebt und arbeitet in Kassel.
 

 

Bischof Prof. Dr. Martin Hein diskutiert mit Personal der Diakonie-Kliniken

Vor eine ethische Herausforderung sehen sich in Sachen Intensivmedizin und Pflege nicht nur täglich Mediziner, Pflegepersonal und Seelsorger gestellt. Auch die Kirche befasst sich mit diesen Fragestellungen intensiv. Das wurde in einer Diskussionsrunde mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Diakonie-Kliniken in Kassel am 20. Januar 2010 deutlich. Vor etwa 25 engagierten Zuhörern plädierte der Bischof der Evangelischen Kirche in Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, dafür, sich der Frage zu stellen, „ob wir zwischen dem medizinisch Machbaren einerseits und dem Sinnvollen andererseits klar unterscheiden können“.

„Dieser Konflikt, der sich angesichts neuer Therapien und Heilsversprechen einerseits, angesichts steigender Kosten andererseits vermutlich zukünftig verschärfen wird, bedarf der öffentlichen, politisch verantworteten Diskussion und Regelung“, resümierte Hein und forderte: „Eine offene Diskussion über diese Fragen ist dringend nötig, um den jüngst erhobenen Vorwurf der „heimlichen Rationierung“ auszuräumen.“
Hein bezog auch klar Stellung zur Sterbehilfe: „Weil das Leben eine Gabe Gottes ist, die unserer Verfügung entzogen ist, lehnen wir als Kirchen aktive Sterbehilfe ab.“ Umgekehrt stelle sich aber auch die Frage, welche ethischen Grenzen es im Blick auf das hinauszögernde Eingreifen in den Sterbeprozess eines todkranken Menschen gibt. „Hier gilt es, auch das „Sterben lassen“ als eine ärztliche und pflegerische Handlungsoption in den Blick zu nehmen, ohne dabei ökonomische Gesichtspunkte wirksam werden zu lassen", sagte Bischof Hein.
 

Zur Lesung ins „Diako“ pilgern

Der Mediziner Dr. Josef P. Hesse liest aus „Nicht nur mein Jakobsweg“

Zum ersten literarischen Ereignis in diesem Jahr laden die Freunde und Förderer der Diakonie-Kliniken Kassel ins Diakonissen-Mutterhaus ein: Der Kasseler Allgemeinmediziner Dr. med. Josef P. Hesse liest am

Mittwoch, den 27. Januar 2010, um 18.30 Uhr
Goethestrasse 85 (Mutterhaus)

aus seinem als Erlebnisbericht veröffentlichten Buch „Nicht nur mein Jakobsweg“ über seinen Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Galizische Lieder und Gitarrenklänge von Manuel del Rio begleiten die Lesung. Der Eintritt ist frei, der Förderverein bittet um Spenden für die Ausgestaltung des Krankenhaus-Neubaus der Diakonie-Kliniken.

Der Verein der Freunde und Förderer wurde 2004 gegründet. Inzwischen engagieren sich mehr als 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ehemalige Patientinnen und Patienten oder deren Angehörige und andere sozial eingestellte Bürger für die Idee, dem Krankenhaus über das normale Maß hinaus Gutes angedeihen zu lassen. Dazu gehört unter anderem die künstlerische Ausgestaltung des Neubaus, aber auch Anschaffungen wie Bilder für die Patientenzimmer, um den Aufenthalt für die anvertrauten Menschen und die Arbeit für die Mitarbeiterschaft noch schöner zu machen.

Die Diakonie-Kliniken Kassel sind die größte medizinische Einrichtung der Diakonie in Nordhessen. Die Klinik, zu der Diakonissen-Krankenhaus und Burgfeld-Krankenhaus gehören, gibt rund 800 Menschen Arbeit, die etwa 11.000 Patienten stationär und 11.000 Patienten ambulant im Jahr versorgen. Der evangelische Krankenhaus-Verbund Agaplesion gAg und LICHTENAU e.V. sind mit jeweils 20 Prozent beteiligt.
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