AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL starten Testbetrieb für medizinische Probentransporte: Drohne verbindet Kasseler Klinikstandorte

15. Oktober 2026

Kassel, den 15. 10.2026. Die AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL treiben die Digitalisierung und Innovation in der Patientenversorgung weiter voran: Gemeinsam mit dem Schweizer Drohnenunternehmen Jedsy und dem Klinikum Kassel startet in den kommenden Tagen ein operativer Testbetrieb für den Transport medizinischer Proben per Drohne. Ziel ist es, zeitkritische Gewebeproben künftig noch schneller, zuverlässiger und effizienter zwischen den Klinikstandorten zu transportieren.

Im Fokus des Projekts stehen sogenannte Schnellschnitte. Dabei handelt es sich um Gewebeproben, die während einer laufenden Operation entnommen und unmittelbar durch die Pathologie untersucht werden. Die Ergebnisse sind oftmals entscheidend für den weiteren Verlauf eines operativen Eingriffs. Jeder gewonnene Zeitvorteil kommt somit direkt den Patientinnen und Patienten sowie den behandelnden Teams zugute.

Zunächst wird die Verbindung zwischen den AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL und dem Institut für Pathologie des Klinikums Kassel erprobt. Perspektivisch ist auch das Marienkrankenhaus Kassel in das Streckennetz eingebunden. Die Flüge finden tagsüber statt und dienen dazu, die technischen sowie organisatorischen Abläufe unter realen Bedingungen zu testen.

Innovative Technologie mit direkter Gebäudeanbindung

Eine Besonderheit des eingesetzten Systems ist die sogenannte Mailbox. Dabei handelt es sich um eine Andockstation, an der die Drohne direkt an einem Fenster oder an der Gebäudefassade landen kann. Die Übergabe der Proben erfolgt unmittelbar am Gebäude, zusätzliche Transportwege innerhalb des Klinikgeländes können dadurch reduziert werden. Gleichzeitig dient die Mailbox als Lade- und Startstation für die Drohne. An den AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL befindet sich die Mailbox im Bereich des Haupteingangs auf der rechten Gebäudeseite im zweiten Obergeschoss.

Umfassende Testphase als Grundlage für den Regelbetrieb

Im Rahmen des operativen Testbetriebs werden Flugrouten, Übergabeprozesse und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Klinikteams und dem Drohnenbetreiber überprüft und optimiert. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die Grundlage für einen möglichen späteren Regelbetrieb bilden.

Sicherheit hat höchste Priorität

Der Flugbetrieb erfolgt ausschließlich im Rahmen der erforderlichen behördlichen Genehmigungen und unter Einhaltung aller geltenden Sicherheitsvorgaben. Moderne Überwachungs- und Sicherheitssysteme sorgen für einen sicheren Betrieb. Die eingesetzten Kameras und Sensoren dienen ausschließlich der Navigation und der präzisen Landung der Drohne. Im regulären Betrieb werden diese Aufnahmen weder angeschaut noch ausgewertet. Eine Auswertung erfolgt nur bei Zwischenfällen oder technischen Auffälligkeiten. Ohne einen solchen Anlass werden die Aufnahmen beim nächsten Flug automatisch überschrieben. Eine systematische Beobachtung von Personen, Gebäuden oder Grundstücken findet nicht statt.

Mit dem Projekt unterstreichen die AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL ihren Anspruch, moderne Technologien gezielt einzusetzen, um medizinische Abläufe zu optimieren und die Versorgung von Patientinnen und Patienten kontinuierlich weiterzuentwickeln.

 

Die wichtigsten Fragen und Antworten

 

Was transportiert die Drohne?

Die Drohne transportiert medizinische Proben, insbesondere sogenannte Schnellschnitte. Dabei handelt es sich um Gewebeproben, die beispielsweise während einer laufenden Operation entnommen und möglichst schnell in einem spezialisierten Labor untersucht werden müssen. Die Untersuchungsergebnisse können unmittelbaren Einfluss auf den weiteren Verlauf einer Operation haben. Durch den Transport per Drohne lassen sich die Transportzeiten zwischen Klinikstandorten deutlich verkürzen und besser planen.

Welche Kameras und Sensoren sind verbaut?

Die Drohnen verfügen über verschiedene Sensoren und Kameras, die ausschließlich der sicheren Navigation und Durchführung des Flugbetriebs dienen. Dazu gehören unter anderem GPS-basierte Navigationssysteme, optische Sensoren und Kameras zur präzisen Positionierung sowie weitere Systeme zur Erkennung der Umgebung. Diese Technologien kommen insbesondere bei der automatisierten Landung an der speziellen Andockstation, der sogenannten Mailbox, zum Einsatz.

Findet eine Überwachung oder Aufzeichnung statt?

Die Drohnen sind keine Überwachungsdrohnen. Die verbauten Kameras dienen ausschließlich der sicheren Navigation und Durchführung des Flugbetriebs, insbesondere bei der automatisierten Landung. Aus Sicherheitsgründen wird jeder Flug durch die Kameras aufgezeichnet. Die Aufnahmen werden im regulären Betrieb weder angesehen noch ausgewertet. Eine Auswertung erfolgt ausschließlich bei Zwischenfällen oder technischen Auffälligkeiten, wenn eine nähere Untersuchung erforderlich ist. Liegt kein entsprechender Anlass vor, werden die Aufnahmen beim nächsten Flug automatisch überschrieben. Eine dauerhafte Speicherung oder systematische Überwachung von Personen, Gebäuden oder Grundstücken findet nicht statt. Die Aufzeichnungen dienen ausschließlich der Flugsicherheit sowie der möglichen Analyse von Zwischenfällen.

Welche Auswirkungen haben die Flüge auf Grundstücke und Anwohner?

Die Drohnen bewegen sich auf zuvor geplanten und behördlich genehmigten Flugrouten. Ziel ist es, die Auswirkungen auf Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Umgebung möglichst gering zu halten. Ein Betreten privater Grundstücke ist für den regulären Flugbetrieb nicht erforderlich. Die Drohnen werden zudem nicht zur Beobachtung von Grundstücken eingesetzt. Während eines Fluges entstehen Geräusche, die jedoch zeitlich begrenzt sind. Die Drohnen legen die jeweiligen Strecken mit einer Reisegeschwindigkeit von rund 110 km/h zurück.

Wie sicher ist der Betrieb?

Die eingesetzten Drohnen wurden speziell für den professionellen Einsatz entwickelt und verfügen über zahlreiche technische Sicherheitsmechanismen. Dazu zählen unter anderem die kontinuierliche Überwachung wichtiger Flugsysteme, automatisierte Sicherheitsfunktionen sowie vordefinierte Verfahren für außergewöhnliche Situationen. Die Technologie wird bereits im medizinischen Bereich genutzt. Darüber hinaus unterliegt der Betrieb umfangreichen regulatorischen Anforderungen und behördlichen Genehmigungsverfahren. Vor der Aufnahme des regulären Betriebs werden die vorgesehenen Flugrouten und Abläufe im Rahmen von Kalibrierungs- und Testflügen überprüft.

Wie wird der bestehende Luftraum berücksichtigt?

Die Drohnen bewegen sich nicht unkontrolliert durch den Luftraum, sondern folgen festgelegten Flugrouten. Diese werden im Rahmen des Genehmigungsverfahrens hinsichtlich möglicher Risiken und anderer Luftraumnutzer bewertet. Darüber hinaus verfügen die Systeme über Technologien zur Erkennung anderer Luftverkehrsteilnehmer, beispielsweise über ADS-B und FLARM, sofern entsprechende Signale verfügbar sind. Der Flugbetrieb erfolgt unter Berücksichtigung der geltenden luftrechtlichen Vorschriften sowie der jeweiligen behördlichen Auflagen.

 

 

Über die AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL

Mit ihren zwölf Fachbereichen, mehreren Kompetenzzentren und rund 315 Betten verbinden die AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL modernste Medizin und Pflege mit ganzheitlicher menschlicher Zuwendung. Das traditionsreiche Haus blickt auf eine fast 150-jährige Geschichte zurück: 1883 wird das Diakonissen-Krankenhaus des Kurhessischen Diakonissenhauses in der Goethestraße 85 eröffnet. Das Diako - wie man es liebevoll in Kassel nennt - wird 1944 so zerbombt, dass die Krankenversorgung ausgelagert werden muss und erst zehn Jahre später seinen Betrieb in der Goethestraße wieder aufnimmt. 2007 und 2009 wurde das Krankenhaus um zwei Bauabschnitte erweitert und seitdem kontinuierlich modernisiert. Der Zusammenschluss des Diakonissen-Krankenhauses, des Burgfeld-Krankenhauses und der Klinik Dr. Koch bildet eine starke und moderne Einrichtung im Vorderen Westen Kassels. Seit 2013 gehört das Krankenhaus, in dem die über 650 Mitarbeiter:innen jährlich ca. 30.000 Patient:innen stationär und ambulant versorgen, zum diakonischen Verbund der AGAPLESION gAG.


Über die AGAPLESION gAG

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheits-einrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken. Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 20 Krankenhausstandorte mit 6.015 Betten, 43 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit 3.673 Pflegeplätzen, sieben Hospize, 32 Medizinische Versorgungszentren, sieben Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie sowie 14 Pflegeschulen. AGAPLESION bietet vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten in medizinischen, pflegerischen und administrativen Bereichen. Zudem bietet AGAPLESION als praktischer Träger überall Ausbildungen als Pflegefachperson und an einigen Standorten auch das Duale Pflegestudium an. 23.270 Mitarbeiter:innen sorgen für ganzheitliche Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden rund eine Million Patientinnen und Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen 2,1 Milliarden Euro. Die alleinigen Aktionäre der AGAPLESION gAG sind verschiedene traditionsreiche Diakoniewerke und Kirchen. Auch durch diese Aktionäre ist die AGAPLESION gAG fest in der Diakonie verwurzelt und setzt das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten, Bewohner:innen sowie Mitarbeiter:innen als Maßstab für ihr Handeln.

 

Pressekontakt

AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL gGmbH
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André Elsebach
Leitung Unternehmenskommunikation
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